Februar 8, 2010

Dragon Age Origins – Fade

Veröffentlicht in Dragon Age Origins um 10:40 pm von jack1603

Hier nun ein erster Teil zu meiner Fanfiction DAO-Fade; nähere Infos dazu kommen später – es gewarnt gewarnt vor Spoilern; allerdings noch wichtiger sei es zu erwähnen, dass nicht alles dem Dragon Age Universum zur Gänze entspricht; Abwandlungen bspw. von Orten oder Zusätze, die es im Spiel nicht gibt, sind hier durchaus möglich.

Ebenso ist eine spätere Überarbeitung möglich, handelt es sich hier zunächst um ein Probekapitel.


Dragon Age Origins – Fade

Interludium

Brief aus der Hinterlassenschaft König Alistairs von Ferelden

Ironie. Es war die Ironie des Schicksals, welche uns ein sardonisches Lächeln schenkte, an jenem Tag, als wir die Wahrheit erfuhren – zumindest einen Teil der Wahrheit.
Die dreißig Jahre, die mir noch gegeben waren, seitdem ich den Grauen Wächtern beitrat, der Verderbtheit des Feindes ausgeliefert, indem man ihr Blut trank, und damit die Lebensspanne eines Menschen verkürzend, diese Jahre sind nun um. Und doch zeigt der Spiegel mir noch immer dasselbe junge Gesicht von einst, jenes Gesicht, das Kaya, die einzigen Tochter Teryn Couslands, erblickte als er sie, ein neuer Rekrut für die Grauen Wächter, mich kennenlernte.

Es war wohl so wie Kaya gesagt hatte: Wir hatten einen Fluch für einen anderen eingetauscht. Ich werde vermutlich länger leben als viele andere, sehr viel länger und selbst jene überleben, die dereinst vor dreißig Jahren noch jüngeren waren als ich.
Ob ich darüber glücklicher sein soll? Nun hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, aber auch viel Zeit die Geschicke meines Landes Ferelden, dessen König ich noch immer bin, zu ordnen und zu lenken, auch wenn ich bereits neugierig beäugt werde ob meiner Jugend, besonders durch meine einstigen Brüder bei den Grauen Wächtern, die bisher klug genug waren, dieses Thema nicht gegen mich zu verwenden, entwickelt sich Ferelden doch trotz aller Widrigkeiten langsam, aber stetig zum Besseren.
Ein Grauer Wächter erlag entweder der Verderbheit, der er sich aussetzte oder fand den Tod in den Tiefen Wege im Kampf gegen das was wir die Dunkle Brut nennen, jene verderbten Kreaturen, die als Strafe für den Hochmut der Menschen, unsere Länder heimsuchten und alle paar Hundert Jahre eine Verderbnis über uns brachten. Und so war diese Zeit mehr als mir „zustand“, zumindest als Grauer Wächter, dennoch lebe ich und erfreue mich bester Gesundheit, auch werde ich nicht von Albträumen geplagt, die im ablaufenden Alter eines Wächters schlimmer werden.

Keine Albträume. Dafür Jugend, ja Sorglosigkeit, Lebensfreude, auch wenn es noch so widersinnig klingen mag, doch im Grunde fühle ich mich jünger als ich es je war, aber auch einsam.
Und diese Jugend beunruhigt meine ehemaligen Brüder im Orden der Grauen Wächter, welcher noch immer besteht, auch wenn wir uns von ihnen lösen konnten, ja mussten. Würde die Wahrheit bekannt, wer weiß was geschähe…
Vielleicht werde ich deshalb das Land meiner Väter doch eines Tages und früher als mir lieb ist verlassen müssen…obwohl ich keine Kinder habe, so muss ich die Staatsgeschäfte in die durchaus fähigen Hände meines nunmehr auch altersgrauen Kanzlers Teagan legen, bis ein Nachkommen gefunden ist, würdig Ferelden zu regieren. Doch ohne Kinder königlichen Blutes wird dies ein schwieriges Unterfangen; nach Arl Eamons Tod war es Teagan, der mir zu Seite stand und ich hatte seien Hilfe bitter nötig. Doch wer soll Ferelden regieren, wenn ich nicht mehr bin? Anoras Kinder, die nach ihrer Freilassung, war sie doch keine Gefahr mehr für mich, nochmals heiratete Anora, meine Schwägerin und Gemahlin meines gefallenen Bruders Cailan? Ich weiß es nicht…

Ob ich Kaya und Leliana, die an der Seite ihrer Geliebten Thedas verließ, wiedersehen werde? Ich weiß es nicht, ich hoffe es, sind sie doch wohl die einzigen in dieser Welt, die so sind wie ich. Ich dachte einst, ich hätte in den Grauen Wächtern eine Familie gefunden, aber nur weil uns gemeinsame Verdammung zusammenschmiedete, weniger weil ich eine Bindung zu ihnen erfuhr, auch wenn Duncan sicherlich das war, was einem Vater nahe kam… wenngleich mich später Zweifel befielen ob er es je war.
Ich habe, seitdem ich Kaya und ihr Gefährtin Leliana vor fast dreißig Jahren am Pier in Denerim verabschiedet habe, sie nicht mehr gesehen und nur einen einzigen Brief je erhalten …vermutlich sind sie, trotz all der Zeit, die uns nun trennt, mehr Familie als ich dachte, denn sie wurden ebenso dazu verflucht nicht zu altern. Manch einem mag dies als Erfüllung aller Träume erscheinen, doch genauso wie es bedeutet ein Grauer Wächter zu sein, durch Verderbtheit ein frühes Ende zu finden, so führt auch das Gegenteil zu Isolation und Einsamkeit. – Einsamkeit.
Oder Flucht aus den Ländern, die man kannte, stetig auf der Flucht, damit niemand falsche Gedanken hegte.
Ich erinnere mich noch genau was mit Leliana damals sagte, als sich unsere Wege trennten, dass in all der Einsamkeit des Menschseins wir versuchen Trost in der Liebes eines Gottes, des Erbauers zu finden und wir eines übersehen, dass wir in dieser Einsamkeit nur eines zu finden erwarten können: Einander.

Wie lange es dauern wird? Wer weiß.
Ich hoffe sie zu finden – eine dreißig Jahre andauernde Liebe. Aber vielleicht ging es ihnen wie mir, denn in den drei Jahrzehnten, die nun hinter mir liegen, mit jenem neuen Fluch in mir, waren die Wochen für mich zu Tagen geworden, Jahre zu Monaten. Ein seltsames Gefühl, einerseits all Zeit der Welt scheinbar vor sich zu wissen und doch ein Leben zu leben, welches sich nicht anders anfühlte als mein vorheriges.
Und so erging es ihnen vermutlich ebenso – zudem hatten sie sich dazu entschlossen zusammenzubleiben, egal wie lange es dauerte, egal was für Fehler sie begingen, war eine Liebe doch nur so stark wie jene Gabe die Fehler, welche man machte, zu ertragen und durch diese stärker zu werden, warum weiß ich nicht, vermutete ich zunächst, dass sie romantischer Verklärung erlagen, doch eine Andeutung Kayas ließ mich vermuten, dass der Erbauer doch noch eine Überraschung im Ärmel gehabt zu haben schien für die beiden… zumal es ihr Schicksal wurde zusammen zu sein.

Von Morrigan und jenem Bastardkind, welches ich mit ihr in jener Nacht vor dem Schlag gegen den Erzdämon, dem Anführer der dunklen Brut, zeugte, habe ich bis auf den heutigen Tage nichts mehr gesehen – zumindest ich. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, von jenen bernsteinfarbenen, schmalen Augen beobachtete zu werden, welche sich in den Augen der Krähen (oder waren es Raben?), widerspiegelten, welche von Zeit zu Zeit Denerim aufsuchten.
Sie hat uns damals damit das Leben gerettet, schließlich wäre einer von uns bei der Vernichtung des Erzdämons ebenso getötet worden, doch dieses Kind trage nun jene Essenz des Dämons, eines alten Gottes, der durch die Dunkle Brut verdorben worden war, in sich…
Vielleicht werden wir uns ihr eines Tages stellen müssen; vielleicht war sie genauso verderbt wie alle anderen und vielleicht konnte auch sie gerettet werden. Vielleicht ist dieses Kind, was immer es geworden sein mag, auch der einzige Anwärter auf den Thron – stehe uns der Erbauer bei, wenn es doch verderbt sein sollte.

Der Weg der vor mir liegt ist verborgen hinter einem dichten Nebel eines Schleiers der Geheimnisse, welche wir Zukunft heißen…
Ich hoffe ich finde meine Freunde, ich glaube ich finde sie … ich kann sie fühlen.

Doch lassen Sie mich berichten wie es überhaupt dazu kam, dass ich diese Zeilen verfasse, auf das jene vielleicht etwas Lernen, die diesen Text eines Tages zu finden vermögen.
Kaya sagte, unsere alte Freundin Wynne hätte sich geirrt, dass Liebe nicht mit einem Fehler enden muss, sondern diese die Liebe, wenn sie wirklich wahrhaftig ist, diesen Fehler verzeiht und aus ihm lernt…ihr einzige Fehler, so Kaya, wäre es gewesen Leliana auch nur für einen kurzen Zeitraum verlassen zu haben. Doch aus diesem Fehler wurde eine nur noch stärkere Liebe – ich neide sie ihnen, wenn ich ehrlich bin.

Doch bevor ich mich anschicke die Begebenheiten niederzuschreiben, welche das Schicksal, der Erbauer oder wer oder was auch immer für uns bereit hielt, werde ich nochmals nach unten gehen … irgendwo in der Küche hatte ein guter, mittelalter Käse gelegen.


„Ich sehe an euch noch immer dieses verträumte Grinsen…“, formten die vollen, wohlgeschwungenen Lippen jener Hexe, deren Erscheinung drohender Gewitterwolken gleich in der Tür stand, die schmalen Bernsteinaugen fest auf die am Tisch über verstaubten Kodizes, eisenbeschlagener Folianten, halb beschriebenen Pergamenten und einer einzelnen Kerze, die bereits zweimal in einem wächsernen Turmbau ersetzt worden war, bis hin zur Gestalt Kaya Couslands.
Kayas Blick, die ebenso schmalen, jedoch nachtblauen, forschenden Augen blinzelten kurz, heftete sich auf die im Türrahmen stehende Frau, welche in ihrem aufreizend tiefgeschnittenen, wilden Gewand jedem Mann oder Frau, wenn diese der Weiblichkeit etwas abzugewinnen in der Lage gewesen wäre, mit Leichtigkeit um den Finger gewickelt hätte – und nicht wenigen war es wohl so ergangen.
„Sie ist eurer offenbar noch nicht überdrüssig geworden.“, kommentierte Morrigan das feine Lächeln der im Bett schlafenden Leliana, der der fuchsig-rote Schopf in Gesicht fiel, während sie mehr oder weniger leise vor sich hinschlummerte. „Sie schnarcht.“, verwunderte sich die Hexe mit leicht abfälligem Blick, als ein leises Schnarren sich aus Lelianas Kehle entrang.
„Sie schnurrt nur…“
„Dann ist sie euer Kätzchen.“
Kaya war nicht danach ihre Beziehung zu der Bardin zu diskutieren, weshalb sie geradeheraus „Was wollt ihr?“ schnappte.
„Warum so feindselig?“ Anmutig schritt Morrigan zu der Grauen Wächterin hinüber, so wie stets, wenn sie ihre perfekte Gestalt wohlwissend auszuspielend suchte. „Ich dachte wir wären Freundinnen. Schwestern…“
Noch immer auf dem Stuhl verharrend, aber wie zum Sprung ansetzend alle Muskeln gespannt, begegnete Kaya Morrigans Augen mit festem Blick: „Und dennoch platzt ihr hier ungefragt herein. Niemand sollte euch folgen, dies waren eure Worte. Warum jetzt?“
Ein sinnierendes Lächeln umspielte die Lippen der Hexe, den Blick nun an Kaya vorbei, auf die Bücher konzentriert, neigte sie den Kopf leicht zur Seite. „Ihr sucht Antworten. Lösungen für euer Dilemma. Noch immer seid ihr ein Grauer Wächter. Noch immer verderbt, dem Tode näher als dem Leben, aber euch treibt etwas. Wenn es nicht euer Überlebenswille ist, was könnte es wohl sonst sein…ahh, ich denke, ihr wollt Leliana nicht verlieren, ihr nicht antun was euch auffrisst. Nun, denn. Ich bin hier um zu helfen.“
„Ihr habt uns einmal schon ein Angebot unterbreitet…“, Kaya sah auf Morrigans Bauch, welcher flach und fest war wie je… „Das Kind….“
„Ist unerreichbar für euch und soll nicht eure Sorge sein.“ Der Zauber jener gelblichen Augen durchbrach den Pony ihrer schwarzen Haare, der Kayas Augen beschattet hatte und drang in ihre Seele vor, sie wankte, zauderte. „Ihr habt mir einmal ein Geschenk gemacht ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Nun lasst mich euch ein Geschenk machen…“ Ihre Augen..

Mit einem Ringen nach Luft schreckte Kaya hoch, orientierungslos, für Sekunden noch verloren in ihren Gedanken und dem Gesehenen, bis sie sich langsam, ihrem Herzen befehlend ruhiger zu schlagen, beruhigte, langsam… bis sie der vertraute Gestalt in dem gemeinsamen Bett gewahr wurde, die ihr inneren Frieden schenkte. Sie hatte geträumt.
Sichtlich ruhiger, wenngleich noch ein wenig wackelig auf den Beinen, erhob sich die dunkelhaarige Wächterin und setzte sich auf die Bettkante neben die Frau, an die sich ihr Herz verloren hatte, strich der rothaarigen Schönheit eine Strähne aus dem Gesicht und seufzte. Doch zerstob alle Ruhe, als hätte man in Mehl geblasen, in dem Augenblick, in welchem sie des Folianten auf dem Nachttisch gewahr wurde.
Ein Buch, zusammengesetzt aus Blättern unterschiedlicher Größe, welche dem Schnitt eine wilde Unregelmäßigkeit verliehen, ein abgenutzter, fleckiger Einband, dessen Schwärze so tief war wie die Dunkelheit der Verderbnis selbst. Kaya hatte es bereits in Händen gehalten – es war Flemeths Zauberbuch.
Nur langsam begriff Kaya, drang die Erkenntnis Tropfen für Tropfen in ihr Bewusstsein vor – es war kein Traum gewesen. Zwischen den Seiten lugte geradezu vorwitzig eine einzelne Seite heraus, welche sich regelrecht aufdrängte herausgezogen zu werden. Mit zitternden Fingern zog Kaya die Seite hervor, die sich als einzelnes, loses Pergamentblatt entpuppte, knapp und schwungvoll mit Tinte beschrieben, welche nur einen Satz zum Inhalt hatte:
„Die Götter brauchen uns, doch was brauchen wir von den Göttern? – M.“

Dezember 21, 2009

Von Wölfen und Katzen

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert um 1:02 pm von jack1603

Wie bereits angekündigt, wird es eine neue Figur mit dem Namen Lupe geben, allerdings zunächst nur kanpp umrissen.
Lupe

An Michelle Rodriguez vom Aussehen orientiert (das hier hat nichts mit tatsächlichen Rollen zu tun, die sie spielt, nur mal für die, welche sich wundern…schön wär’s ja) soll Lupe zwei Elemente in sich vereinen, die des Wolfes und der Katze, ergo wird ihr vollständiger Name Lupe Feylina lauten.
Feylina leitet sich hierbei von Faline ab, was so viel bedeutet wie „katzenhaft“ aber auch im Irischen „zuständig“.

Die Idee kam mir, da ich nach einer Möglichen Herkunft Lupes suchte und Götter in Wiccan Ways eine nicht unbedeutende Rolle spielen.
Sie wird als Realmswalker bezeichnet und hierbei bleibt es auch, allerdings ist sie weit mehr als das – sie ist die Personifizierung zweier Gottheiten der griechischen Mythologie.

Der Göttin Hecate, welche u.a. in Begleitung von Wölfen oder Hunden dargestellt wird.
Als letztlich missverstandene Gottheit, da dämonisiert, ist Hekate eigentlich die mütterliche Göttin, da von der Magna Mater, also der Muttergottheit abgeleitet, der Zauberkunst (womit sie auch in Wicca einen entsprechenden Stellenwert hat), der Nekromantie, der Wegkreuzungen und somit der Schwellen und Übergänge und Wächterin der Tore zwischen den Welten. Hekate selbst galt eventuell auch als Mittlerin zwischen Göttern und Menschen.
Aber auch die Göttin Artemis, die Göttin der Jagd und Hüterin von Frauen und Kindern, der als Tiere u.a. nebem dem Hirsch auch die Katze zugeordnen wurde, spielt hier mit hinein.

Kurz gesagt, Lupe ist ebenfalls eine Gottheit, welche durch ihre Eigenschaften als Realmswalker und ihren sprechenden Namen Lupe für Hekate steht, zugleich durch ihren Beinamen und ihre Affinität zu Jägerinnen wie Faith, welche durch Katzen bereits in BtVS symbolisiert wurden, Artemis darstellt.

So wird Lupe in den kommenden Auseinandersetzungen wohl auch eine nicht unwesentliche Rolle spielen, denn ich gedenke einen Clash of the Titans im Sinne eines Kampfes der Götter zu inszenieren.
„They need to be reminded of the order of things – turn them on each other.“ – Zeus
Damit dürfte Lupe als Figur wohl eine interessante Mischung aus burschikoser Kämpferin und mütterlichen Ratgeberin und Beschützerin werden… die Vermischung von Wolf und Katze.
Ich bin gespannt auf Lupe.
Allzu schade, dass es nie eine filmische Umsetzung geben wird, denn so würde ich Michelle gerne mal sehen.

Dezember 15, 2009

Wiccan Ways – The Clash of the Titans

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , um 2:47 am von jack1603

…so heißt die Episode oder besser Episoden nicht, aber sie wurden letztlich vom Trailer zum Remake von Clash of the Titans mit inspiriert. Nein, keine Medusa oder so… man wird sehen was kommt.

Hier schonmal das Artwork zum Aufeinanderprallen der beiden Hauptfiguren Willow & Tara.

Dezember 10, 2009

Organisierte Verfassungskriminalität – Der Schuss auf Brender

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert um 12:57 pm von jack1603

…von Roland Koch und den Büchsenspannern von der Union.

Es wurde schon einiges dazu gesagt – eigentlich sollte dieser Blog um andere Themen kreisen, allerdings sind politische Fragen auch in der FanFiction, welche im Zentrum des Blogs steht, ebenso von Bedeutung, wenngleich eher am Rande.

Trotzdem zunächst ein Video von Youtube, in dem Georg Schramm einen Vortrag zum Thema hält auf dem 3sat-Festival zum 25. jährigen Jubiläum

Nicolaus Brender, Chefredakteur des ZDF wurde durch den Verwaltungsrat unter Koch abgesägt, ganz klar, weil er verantwortungsbewusst und unabhängig, also nicht kontrollierbar für die Politik, ist, wie man eben auch vermutet mit Wohlwollen unserer werten Kanzlerin.

Und um auch den Ringschluss zu ziehen auch zum Blog selbst, denn diese FanFiction ist entstanden aus dem Umstande heraus, dass es Menschen gibt, die mit dem was Medienmenschen tun, nicht einverstanden sind, viele aber vor dem System buckeln oder schlicht und ergreifend kein Interesse daran haben, etwas zu tun. Der Fall Brender ist der üble Fall von Einmischung der Politik, aber auch für die Unart, dass Medien dazu da sind und genutzt werden, auch von denen, die sie produzieren, auf Kosten derer, die sie konsumieren und eben NICHT den Menschen auch dienen bzw. sich einer moralischen und ethischen Verantwortung bewusst sind, wie in einem früher Artikel hingewiesen wurde auf die Essays von Robert A. Black.

Dies ist kein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen, sondern lediglich zwei Fälle von Ausnutzung durch die Medienmächtigen, egal ob sie selbst zu jenen zählen oder jenen, die die Medien nur benutzen zu ihren Zwecken – es sei gesagt, dass auch die Medien ihrerseits Macht ausüben auf die Politik bzw. auf den Leser oder Zuschauer, um eine bestimmte politische Meinung zu bewahren oder anders ausgedrückt, es geht den meisten Medienmachern nur um die Stabiliserung der Verhältnisse, die Einbehaltung des Status Quo.
Und es sind zwei Fälle, die auch Gleichgültigkeit, sprich Ignoranz des Publikums, gegenüber dem was die Mächten der Medien oder die Kräften dahinter mit ihnen machen, belegt..
Sie sacken Lob gerne ein, aber dienen tun sie sich nur selbst, von schon besagter Verantwortung ganz zu schweigen. Oder lassen einen ausnahmsweise unparteiischen ihrer Zunft über die Klinge springen und sehen dabei zu, allen vorran diejenigen, die sich einerseits darüber empören wie Wowereit und Beck, zugleich aber kein Interesse haben, etwas dagegen zu tun.
Es interessiert nicht was wirklich wichtig wäre für die Dummen vor der Glotze, lediglich die eigenen Interessen sind von Wichtigkeit und lassen sich auf die Formel herunterbrechen, dass es nur um zwei Dinge geht: Macht und Geld.

Und der Fall Brender ist bislang die übelste Ausnutzung von Macht die seltenen unabhängige Medien und das Verantwortungsbewusstsein bei den Medienmachern zu torpedieren; dazu braucht es also schon keinen internen verantwortungslosen Produzenten, die gibt es auch, nein, diejenigen die noch einigermaßen soetwas wie mediale und journalistische Ehre im Leibe haben, werden abgesägt und das nun, früher tat man dies auch schon, ganz unverhohlen und offen.

Was tut die Bevölkerung? Sie registriert dies mit einem Schulterzucken. Was tun denn die Zuschauer oder Leser von Medien? Gar nichts es wird nichts diskutiert, nicht einmal annähernd und tut man es, heißt es vielleicht nur „Achja, reg dich nicht so auf…“ oder schlimmeres. Ignoranz bestimmt, meiner Meinung nach, die Rezipienten von Medien.

Und so läuft es im Falle Brender ebenso wie in einem, nach mancher Ansicht vermutlich, weitaus weniger wichtigem Falle von Ausnutzung der milden Gaben und des Lobes, indem man diejenigen, die dies an die Verantwortlichen geben, anschießt und krönt mit der Ignoranz der restlichen Zuschauer und dem Satz „Wir geben ihnen nicht was sie wollen, sondern was sie brauchen.“ – Dies ist für mich die zentrale Aussage über Missachtung und Respektlosigkeit und wird noch überbacken mit der Ausbeutung, so will ich es mal nennen, der Zuschauer, indem diese stets den Support leisten, die bestimmte Medien überhaupt am Leben hält, und der anmaßenden Haltung tun und lassen zu können was man will, während man den Zuschauer ins Gesicht lügt – wer braucht schon Verantwortung.

In wenigen Wochen wird keiner mehr über den Fall Brender reden…. ich hoffe, ich schon noch, denn es sind die Medien, die Mächtigen im Lande, die sich selbst, der Wirtschaft und/oder der Politik dienen, so wie derzeit selbst die öffentlich rechtlichen Sender in uns reinsalberdern wollen, dass wir Union-FDP toll finden sollten.

„Die Titanic ist zurecht untergegangen, aber sie ist umsonst untergegangen…“ – stimmt, den immnoch müssen wir, die Leute aus der dritten Klasse die Zeche zahlen. Und die wird hoch sein.
Im dem speziellen, whedonschonen Falle gibt man etwas auf und im Falle von Brender geben wir noch mehr auf: nämlich unsere Selbstachtung.

…bis neulich.

Dezember 3, 2009

Wiccan Ways und Sex – die Willow & Tara – Konzeption

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , um 12:09 am von jack1603

Nun, es mag für sie vielleicht ein wenig überraschen, wenn jemand über ein Thema schreibt, der von Sex in seiner praktikumsorientierten Umsetzung in etwa so viel Ahnung hat wie ein Elektriker von den Wasserleitungen.

Soviel zu meinem Outing, aber darum gehts nicht, wenngleich es ein nicht unwesentlicher Bestandteil ist, da über etwas zu schreiben, über das man im Grunde nur bedingt Ahnung hat, schwierig zu sein scheint (erst recht wenn die sexuell untereinander aktiven Figuren seiner Geschichten vorallem Frauen sind). Andererseits hat man einen, nun ich möchte einmal sagen, besonderen Blick auf genau jenes Treiben, welches Sinn und Zweck all unseres Seins im Grunde ist. Doch beginnen wir beim religiösen Inhalt, denn dieser ist in Wiccan Ways fest verwurzelt.

In den meisten Relgionen wird das Hiersein auf Erden eher als Last empfunden, egal ob in den großen monotheistischen Religionen wie dem Christentum, dem Islam oder Judentum (sein wir mal ehrlich) oder auch dem Buddhismus (sorry liebe Buddhisten) – die meisten Religionen hoffen auf die Herrlichkeit und die Erfüllung des Lebens im Jenseits, wobei letzteres eher ein Witz ist, denn nach dem Leben hat man nix mehr davon, trotzdem erscheint das Leben auf Erden eher Last zu sein.
Übrigens etwas, dass man in Whedons Fortsetzung (von Staffel 6 zu reden ist mir nunmehr eher zu blöde), dies sogar jenen angedeiht, die im OT als „Wicca“ bezeichnet werden, denn Tara wäre demnach ja im Himmel gelandet, nachdem sie gestorben ist, was von jenen sogar und irgendwo verständlich schon bald als Affront betrachtet wird, würde es bedeuten, dass sie Anhänger jener Religion auch irgendwo sind und somit eigentlich nicht dort oben landen oder irgendwo sonst. Zugegeben, die Religionsfrage wurde nie wirklich angepackt, aber durch einige auch wenig zweideutige Ansagen, dann doch auf die monotheistisch „verbriefte“ Version eines Himmelsreiches für die Toten reduziert, wähnte sich Buffy selbst doch rückblickend im Himmel – anders ausgedrückt: irgendwo geht man dann doch wieder auf die etablierten Ansichten der Hegemnialreligionen ein.

Und bevor da wieder irgendeine Lusche dazwischen blökt, lasse man den Onkel bitte ausreden.

Was man gerne übersieht und das vorallem mit den „westlichen“ Religionen in Übereinstimmung zu stehen scheint ist der Umstand, dass Sex in BtVS seltsamerweise „bestraft“ wird, egal ob man nun hetero oder homo ist – Angel wurde böse, Oz geht (nachdem er offensichtlich mit Willow… dingens), Tara bekommt unfreiwillig den Passiergschein für das Himmelstor, um nur ein paar Beispiele zu nennen, womit der Sex als solcher alles in allem irgendwie schlecht wegkommt, denn am Ende tritt dann der Autor erbarmungslos zu.
Denn sein wir ehrlich, wenn man die Dinge mal so betrachtet, dann kommt man um diese mögliche Interpretation der Serie leider auch nicht herum, das muss man genauso aktzeptieren wie dem Umstand, dass Whedon eine 8te Staffel in Comicformat macht, ob das einem gefällt oder nicht. Das zum Thema Meinungsfreiheit…

Und so will ich hier eigentlich erörtern, dass Wiccan Ways versucht dies anders anzugehen… und damit komme ich auf das eigentliche Thema im Titel dieses Artikels zu sprechen, der Rest war mehr ne Einführung:
Zitat von Wikipedia- „Im Gegensatz zu manchen großen Weltreligionen (z. B. Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus), die das eigentliche Heil eher im Jenseits suchen und die materielle Welt als unrein oder leidvoll betrachten, ist Wicca eine freudvolle, lustbetonte und dieseitsbejahende Religion, die den Körper nicht als ein zu überwindendes Übel ansieht und Körperlichkeit und Natur auch nicht als sündhaft, sondern als im höchsten Maße heilig erachtet.“

Und was bedeutet das für Wiccan Ways? Nun, dass Sex in Wiccan Ways anders angelegt ist, sprich als wichtiger Bestandteil der Serie, nicht um des Sex einfach nur als Akt willen, sondern u.a. mit einem transzendentalen Hintergrund.
Blicken wir zurück: Nackt erscheinen die Figuren gerne mal in der Serie, ob im Piloten oder in späteren Episoden, oder haben ziemlich unverblümt Sex. Sehr interessant die Sache zwischen Frey und Lisa, da Lisa Frey dazu auffordert während des Sex über ihre Gefühle für Vesta zu sprechen…hier erfüllt Sex beispielsweise keinen Selbstzweck, sondern dient der Selbsterkenntnis; während an anderer Stelle sogar der Höhepunkt mit jemandem „geteilt“ wird, auch wenn sich beide Personen meilenweit von einander entfernt aufhalten.

Dawn und Gabriel tendieren eher zu einer, nun ich möchte sagen, eher animalischen Variante, welche ihrer Symbolik als Katze (Dawn, da Jägerinnen-Abstammung) und Wolf (also hundeartig, da die Allerersten eher als Wölfe im positiven Sinne zu sehen sind) Rechnung trägt, also Kampf, Eroberung, aber auch Vereinigung der Gegensätze darstellt, nur im Gegensatz zu Buffy und Angel nicht negativ endet oder gar in versuchter Vergewaltigung enden wird wie zwischen Buffy und Spike…
Diese beiden sind so wie vieles in Wiccan Ways im Grunde zwei Seiten derselben Medaillie und somit Dualität als Einheit zu erkennen sein soll (wers nicht versteht, der lese einfach nochmal von vorne).

Grundsätzlich: dies soll nicht die Serie selbst erklären, liegt es doch ziemlich offen im geschiebenen Worte der Episoden, bestenfalls eine Zusammenfassung dessen sein, was jener erkennt, der über einen lose mit dem Herzen verwachsenen Kopfes verfügt. An anderer Stelle eine Gedankenstütze für mich selbst. Nichts verabscheue ich mehr in der Fiktion, als wenn man etwas außerhalb der eigentlichen Geschichte inhaltich erklärt – das muss da selbst drin stehen oder zumindest erkennbar symbolisch verhaftet sein.

Und daher hier im Grunde nur eigene Gedanken um die Kurve zum Titel des Artikels endlich zu kriegen, denn letztlich hilft das hier schreiben, sehr beim Ordnen der Gedanken, so wie ein Selbstgespräch den eigenen Gedankengang zu unterstützen in der Lage ist.

Sex zwischen Willow und Tara ist in Wiccan Ways, und wer in Zukunft aufmerksam weiterliest, wird das mehr oder weniger klar verdeutlich bekommen, nicht nur Betonung der Körperlichkeit.
Wie Wicca nun Körperlichkeit als heilig (!!) erachten, wird, wer bisher gelesen hat, bemerkt haben, dass Tara nach ihrer „Wiedergeburt, also dem Tod ihres Körpers, welchen sie sich allerdings als Teil ihres Wesens gleichsam wieder einverleibte und mit dem vereint was sie darin, also in dieser Hülle ist, zu einem „höheren“, neuen Wesen (ich weß nicht wie ich es sonst ausdrücken soll) wird, sich trotzdem die körperliche Gestalt eines Menschen erhielt bzw. diesen reproduziert, wenn man so will, und das Erleben des Seins in menschlicher Gestalt vorzieht.
Sie erfährt kein Heil ihrer selbst, indem sie eine „Göttin“ oder gottgleiches Wesen ist, sonderm indem das Göttliche menschlich ist – Willow ist der Gegenpol, was in der demnächst online gehenden Episode eindeutig gesagt wird, nämlich ein Mensch, der nach Göttlichkeit strebt. Beides kann nur miteinander und nicht einzeln funktionieren, da die Waagschale sonst nicht im Gleichgewicht ist. Womit, nebenbei bemerkt, eine Erhöhung von Willow zur „Göttin“ in Season 7 ein Witz ist, denn damit landet sie dort wo sie eine Staffel zuvor schonmal war – was ihr fehlt ein echtes Gegenstück.
In der griechischen Mythologie waren die Menschen einst Kugeln, mit zwei Gesichtern, bis Zeus sauer wurde, da diese Übermenschen drohten, die Götter zu stürtzen, und sie in zwei Hälften hieb. Nun, den Rest und worauf ich hinaus will kann man sich denken, oder?

Somit erfahren Willow & Tara, auch wenn sie sich dem bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst sind, es aber noch werden (somit gehört dies in die Kategorie SPOILER!), Transzendenz auch durch ihre Sexualität – und damit meine ich nicht das vorzeitige ins Gras beißen müssen, sondern den Akt als solchen im fiktionalen hier und jetzt und was beide Figuren damit werden. Dies wird (garantiert) in zukünftigen Episoden mehr und mehr deutlich werden. Durch Sex kommen sie dem näher was wir göttlich nennen und gleichermaßen dem, was wir menschlich heißen….
Göttlichkeit und Menschlichkeitm, Erlangung von Transzendenz durch die Bejaung und die Positivierung des Lebens, der Körperlichkeit und durch Sex.

Noch ein Wort zum Thema Prädestination, also Vorherbestimmung: Wicca glauben nicht an soetwas, womit Wiccan Ways mit dem „destiny“ im Zusatz zum Hauptsachtitel dem Vorbilde des Wicca widersprüchlich zu sein scheint. Man vergesse aber nicht das „chosen“ davor…. a chosen destiny.
Ebenso Determinierung (dass zukünftige Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind) – ist zwar Thema, aber durch eine noch kommende, ich habe es durch die Episode „Hunter in the time“ angedeutet“, sowohl der vorhanden Prädestination, als auch dem Determinismus widersprechen wird oder anders augedrückt. Die Gegenwart wird ihr eigenes Schicksal erfüllen, wenn eine Person bereits dazu ist, das richtige in der Vergangenheit zu tun… somit steht das Handeln in der Gegenwart im Mittelpunkt, Vergangenheit ist wichtig und was im Folge einer Kausalkette zur Gegenwart führte, Zukunft ist ebenso wichtig, da es um die Erfüllung eines Schicksals geht, das man erwählt hat – aber um die Vergangenheit überhaupt zu bewahrheiten und die Zukunft in Wiccan Ways zu retten ist Handeln aus der Gegenwart heraus notwendig, indem sich Vergangenheit und Zukunft einen, über eine Entscheidung in der Gegenwart durch jemanden, der in der Gegenwart lebt.
Und damit erhält jemand die größte Verantwortung von allem, dem man dies nicht zutrauen dürfte…

Und wer einigermaßen mitgelesen hat, der wird, sofern er nicht spätestens in einer der kommenden Episoden darauf hingewiesen, durch ein bisschen Grübeln begreifen können worauf das hier hinauslaufen soll.

…bis neulich.

November 27, 2009

Willow & Tara …zuletzt sie ruht im Schutz der Sterne Zelt

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , , um 1:43 am von jack1603

Man mag das folgende als überspannte Phantasie eines Schreiberlings halten oder aber für etwas anderes…

„Da nahm Levi das Wort und sprach zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, du bist von jeher aufbrausend. Und jetzt sehe ich, wie du dich gegen diese Frau groß machst, als hättest du einen Rechtsgegner. Wenn aber der Retter sie für Wert genug hielt- wer bist dann du, dass du sie verwürfest? Sicherlich kennt der Retter sie ganz genau. Und deshalb hat er sie auch mehr als uns geliebt.“ – so steht es im apokryphen Evangelium der Maria Magdalena.

Nun, über Dan Browns Interpretation von DaVincis letzten Abendmahl kann man viel spekulieren, aber beim Sehen der Verflimung (ich habe das Buch nur im Nachhinein gelesen) war es etwas, nennen wir es Glück oder Zufall, der mir in die Hände spielte und mich etwas für Wiccan Ways zu überdenken gab. Doch was war es…
Es war ein Bild und ich meine nicht Das letzte Abendmahl – dies und das neu verfasste Gedicht, welches im Film ganz anders ist, als im Buch, führten mich zu einer, sagen wir überrraschenden Neuinterpretation oder besser, einer Ergänzung dessen was ich lange zuvor schon festgelegt hatte. Das nachfolgende hat entsprechend Auswirkungen auf Wiccan Ways und wer zu sehen bereit ist, der möge sehen. Aber Vorsicht! SPOILER!!!

U.a. hat dies mit meiner Theorie über Tara, richtig oder falsch hin oder her, definitiv zu lang um hier präsentiert zu werde, zu tun, welche sich auf die Aussagen in BtVS stützt, die über Tara gemacht wurde und sie allein nur im Kontext diverser Aussagen in BtVS als etwas gänzlich anderes erscheinen lässt.
Wohl aber vorallem mit jener Szene, in der Willow und Tara auf dem Dach liegen und gemeinsam die Sterne betrachten ist hier von Bedeutung unter der Prämisse, dass Tara doch kein einfacher Mensch ist, wie Glory sagte – schließlich irrte sie auch in Bezug auf einen anderen Körper: Buffys Kopie, denn wie sagte Spike über Tara, als er sie schlug? „Da ist kein Dämon drin.“ – Und was ist dann da drin? Bedenkt man, dass Spike Dämonen schlagen kann, das war die erste Aussage, als er feststellte, dass dies ihm keinen Schmerz zufügte und ein gewisser Herr sehr penibel auf die Sätze achtete und überdies sogar selbst die Episode schrieb, die ich als einzig echte Tara-Episode bezeichnen möchte, nämlich „Family“, kommt man zumindest in Grübeln, ob der Buffy-Erfinder nicht doch mehr in seiner Figur sah oder aber er schlichtweg den Weg übersah, den er und seine Leute bereitet hatten.
Was der Mensch nicht direkt sieht, das existiert nicht.

Wir erinnern uns:
„They made me feel like..I was in space. Part of the stars.“ Willow

Eine jener Szenen, die von einer bestimmten Warte aus betrachtet eine Bedeutung haben, die sich mir erst im Laufe der Jahre erschloss. Nämlich als ich Da Vinci Code im Kino sah, wenngleich die Idee, wer und was Willow & Tara sind bereits vorher aufkeimte. Oder anders ausgedrückt: die grundsätzliche Idee von Willow und Tara in Wiccan Ways wurde durch ein paar Fragmente aus Da Vinci Code noch verfeinert.

Es war dieses Bild in Sir Leigh Teabings Arbeitszimmer, das ganz kurz nur in der Szene zu sehen ist, welches mich dazu verleitete, die These aus Da Vinci Code zu adaptieren. Das erste was ich sah war eine Frau, die jemandem doch recht verblüffend ähnlich sah (und ich habe keine Ahnung, ob dieses Portrait existiert, noch von wem es stammt oder wen es darstellt….)

Willows Satz, dass sie sich vorstellte ein Teil der Sterne zu sein und der Umstand, dass Tara in Sanskrit „Stern“ bedeutet, führte mit der zusätzlichen Übersetzung des Namens „Retterin, Beschützerin“ mich zu dem Gedicht aus Da Vinci Code:

„Der heilige Gral zu Rosslyn liegt versteckt.
Von Kelch und Speer das Tor ist wohl bedeckt.
Als Schmuck der Meister Kunst ihr beigestellt.
Zuletzt sie ruht im Schutz der Sterne Zelt.“

Rosslyn wurde als Rosenlinie von Langdon gedeutet und somit der Verweis auf Maria von Magdala (Maria Magdalena) gemacht.
Nun kam mir die Aussage Jesus in den Sinn: „Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen…“ Ein Satz der in Da Vinci Code blöderweise nicht reinpassen will, aber in Wiccan Ways, denn vielleicht ist Fels im Sinne von Petrus (Stein) verkehrt, sondern mehr im Sinne von Berg zu verstehen.
Rosenlinie – Berg …im Schutz der Sterne Zelt. Tara – Stern – Beschützerin.
Hinweis verstanden? Oder zumindest eine Ahnung? Wenn nicht, der kommt um die dicken Spoiler nicht drumrum oder muss sich gedulden.

SPOILER – SPOILER – SPOILER – SPOILER – SPOILER
In Wiccan Ways gehört die Gralssuche ebenso dazu und der Gral ist, anders als in Da VInci Code nicht die tote Maria Magdalena, sondern eine wiedergeborene Version dieser, die wohl auf und lebendig ist: Willow ist dieser Gral.
Kelch und Speer sind wie der Davidstern zu betrachten und Willow ist Jüdin, während der Meister Kunst in ihrem Zimmer zu finden ist, dass sie bewohnt, während sie bei den Messengern ist.
Beschützt von einem Stern, der ihr anderes Ich, oder besser ihre andere Hälfte ist, Tara, der Retterin, Beschützerin, dem Stern (und den Davidstern symbolisch hinzunehmend können wir sogar vom Plural sprechen).

Dies geht aber noch weiter und führt uns zum Schicksal der beiden; Willow stellte sich vor, ein Teil der Sterne zu sein bzw. gewesen zu sein. Wie man alsbald herausfinden wird ist die Herkunft der beiden Liebenden genauso entstanden; nämlich u.a. aus zwei Sternen – „Sie ist ich“ war Buffys Aussage über Dawn; nun dies gilt in unserem Falle auch für Willow und Tara
Und das ist auch genau der Punkt zu dem sie wieder zurückkehren werden… um ein Teil der Sterne zu sein.

Letztlich lässt sich sagen: wenn man sich darauf einlässt, kann man weit mehr aus den beiden Figuren machen, wenn man dazu gewillt ist. Neue Perspektiven, neue Möglichkeiten der Existenz – darum geht es in Wiccan Ways. Mehr in sich zu sehen und zu machen, wenn man bereit ist dazu.

November 26, 2009

Charaktere, Charaktere und kein Ende

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , , um 10:50 pm von jack1603

Wiccan Ways quillt geradezu über mit Charakteren, die eine mehr oder weniger große Bedeutung haben, manchmal auch nur kurzfristig anwesend sind, aber die Geschichte beleben sollen.

Tatsächlich begegnet man in seinem eigenen Leben einer Vielzahl von Personen, die alle das eigene Leben beeinflussen, warum sollte Wiccan Ways da anders sein.
Davon abgesehen gibt es in jeder Episode einer Serie neue Figuren zu entdecken, da ein Kammerspiel eher selten ist und so werden hier nun ein paar Cast-Zuwächse behandelt, die demnächst und sei es nur für eine Episode oder am Rande auftauchen, die aber, so will es das Schreiberhirn, da es visuell veranlagt ist, auch ein Gesicht brauchen.

Zunächst einmal ein Cast-Neuzugang, der im Zuge ihrer letzten Aktivitäten die undankbaren Rollen der toughen, wilden, aber letztlich dann toten Kämpferlady zugeschanzt wurde – und weil Michelle Rodriguez selbst sage, sie käme immer wieder, egal wie oft man sie sterben ließe, soll sie nun einer neuen Figur ihr Gesicht leihen…und diese bleib leben, damit das klar ist. (Heimlicher Rodriguez-Fan ist.)
Doch welche Rolle könnte sie spielen? Schon vor einiger Zeit grübelte ich über die Figur nach, welche eine Art „Weiser“ darstellen sollte – also diesem archetypischen alten Mann, der dem Protagonisten geistiges, wissensreiches Geleit gibt. Heraus kam ein Bild, dass dem Archetyp letztlich widerspricht und doch Elemente davon enthält. Und Namensgebung ist bei weitem nicht so leicht, wie man denken mag. Und so verbleibe ich bei dem Namen Lupe – gesprochen „LOO peh“, was soviel wie Tal der Wölfe bedeutet.
So entstand die Figur, die ich nun vorstellen möchte:

Lupe

Lupe ist ein Realmswalker (abgeleitet von Planeswalker, für die Kenner eines bestimmten Kartenspiels), d.h. sie kann an jeden beliebigen Ort wandern, sofern es zwischen diesen Verbindungen gibt, welche sie als Crossroads bezeichnet. Als Realmswalker blickt sie auf ein sehr langes Leben zurück, wie lange, darüber schweigt sie sich aus (welche Frau verrät schon gerne ihr Alter); vom Typ her ist sie herzlich, offen, aber, sobald es „zur Sache“ geht und damit sind keine ungelenk sexuell motivierten Aktivitäten gemeint, nicht nur, bricht ihre Kämpfernatur hervor, die dies jedoch mehr mit Spaß nimmt, den mit verbissenem Ernst, die selbst Faith eher wie einen kalkulierenden General im Felde aussehen lässt.
Trotzdem zieht es sie dann doch meist zu Muse, in Form von selbst komponierten Stücken für ihre Gitarre, und einem gut gepflegten Garten – Im Zuge der Entwicklungen der zweiten Staffel wird man ihre Fähigkeit als Weltenwanderin noch zu schätzen wissen… womit Lupe wohl eine feste Größe in Wiccan Ways werden könnte.

Fiese Gestalten …oder doch nicht?
Ich hatte sie mal angesprochen, die Götter der „Unterwelt“, jene, die dereinst Glory aus dem Weg räumten, nun bekommen sie ein Gesicht, zumindest einer, der andere ist besetzungstechnisch noch ein Rätsel, allerdings dürften die Namen nicht unbekannt sein, denn entstammen sie doch den Werken von Dumas (bzw. der Historie) und Arthur Conan Doyles. Dies verweist einerseits auf frühere Artikel „Wenn Welten aufeinander treffen“, aber sie stehen auch in gewisserweise sinnbildlich für Figuren, welche völlig neu zu erfinden Fehl am Platze wäre:

Kardinal Richelieu

Noch steht aus, wer sein Gesicht herhalten muss, denn im Laufe der Zeit wurde er doch von vielen gespielt und trotzdem war Dumas Version des Kirchen- und Staatsmannes aus Frankeich weiter von der Wahrheit entfernt als die Zeitungsromane des Romanciers oder Hollywood das Bild eines ruchelosen Kardinals in die Hirne der Menschheit gebrannt haben. Oder anders ausgedrückt: Armand-Jean du Plessis, duc de Richelieu war bekannt für sein Motto „der Zweck heiligt die Mittel“, aber nunmal nicht der rabenschwarze Teufel schlechthin, allerdings wusste er seinen Einfluss zu nutzen und ein Frankreich nach seinem Ideal zu formen. Man munkelt, in seinem Nachlass seien auch okkulte Werke gewesen – eine Bestätigung habe ich aber nie finden können, wenngleich einem Kirchenmann, der an Syphilis starb alles zuzutrauen sei.

Professor James Moriarty

Eine besseren als Gabriel Byrne für die Rolle von Sherlock Holmes Erzfeind, habe ich nie gesehen – oder anders: es wäre ein perfekte Besetzung. Der geniale „Napoleon“ des Verbrechens, welcher bei den Reichenbergfällen starb, gehört zum inneren Kreis der Unterweltsgötter.
Dabei dürfte sich Moriarty als Gentleman erweisen und nicht als 08/15-Fiesling, der seine Opfer vielleicht auch schonmal mit Tee und Gebäck bewirtet, eher er sie verschwinden lässt.
(Dass die Götter der Unterwelt in diesen Rollen erscheinen hat den Vorteil, dass man gewisse Eigenschaften dieser Figuren praktisch als Sinnbilder für die achso finsteren Gestalten hat, wenngleich diese auch nur zu einem System des Ausgleichs gehören, das versucht selbst das Chaos zu regeln…)

Milady de Winter

Kein Gott, aber wie immer die rechte Hand von Richelieu, ist Milady de Winter, welche mir eher zufällig in Gestalt von Emmanuelle Beart sehr positiv auffiel – zwar ist der französische Fernsehfilm kein Glanzstück, Beart als Milady aber, obschon die Bösewichtin, die eigentliche Heldin des Filmes, da sie die eher glanzlosen Helden locker gegen die Wand spielt, zumindest ist ihre Präsenz die eigentlich überragende.
Und im Zuge des verwendeten Vin d’Anjou in Wiccan Ways, war ihr Auftreten nur eine Frage der Zeit, war der Wein doch ein vergiftetes Geschank von Milady an D’Artagnan (Und ich muss immer nachschauen wie man das schreibt…). Zudem enhält Wiccan Ways ein paar Anspielungen auf Arturo Perez-Revertes Roman „Der Club Dumas“, besser bekannt als Film unter dem Titel „Die neun Pforten“.

Und ein anderer Wegbegleiter, der wohl noch auftreten wird…

H.P. Lovecraft

Howard Phillps Lovecraft gehört heute zu den wohl herausragensten Schriftstellern im Horrorgenre neben Edgar Allan Poe. Seine Geschichten, die stets in Magazinen u.a. Weird Tales, veröffentlicht wurden, beschreiben u.a. den berühmten, lose auf Verwendung in den nicht zusammenhängenden Stories Cthulhu-Mythos. Anders als andere Schriftsteller, führte Lovecraft seine Figuren nie zurück ins Licht, sondern ließ das Grauen noch über den Rand des Endes hinausschwappen. Er war der Auffassung, dass die Menschheit bei weitem nicht den Stellenwert im Kosmos inne hat, wie sich diese selbst gerne sah – im Gegenteil. Zudem war Lovecraft ein Xenophob, der Menschen andere Herkunft als nieder empfunden hat (u.a. ein Ergebnis seiner Selbststudien, da er selbst sich mehr beibrachte, als die Schule, in der er als verhaltensauffällig galt, um es euphemistisch auszudrücken und z.B. seiner verzweifelten Jobsuche in New York, welche sich als schwer gestaltete, da die Flut an Einwanderern zu jener Zeit für schlechte Arbeitsbedingungen sorgte), seine Korrespondenz und Essays sind rassistisch geprägt und er selbst betrachtete die „angelsächsische Rasse“ als überlegen empfand, wogegen allerdings seine Verbindung zu der jüdischen Ukrainerin und seine Bekanntschaften, zu denen nicht nur europäische Einwanderer, sondern auch Schwarze zählten, dem geschriebenen im krassen Widerspruch stehen. Wohl erst in seinen letzten Lebens- und Schaffensjahren wandelte sich diese Einstellung, waren seine Spätwerke doch weitesgehend frei von Rassismus. Es ist heikel eine solche Figur mit aufzunehmen, trotzdem oder vielleicht gerade deshalb spannend und zudem muss man bei aller negativen Sicht auf ihn, wenngleich Lovecraft in einer Zeit lebte, in der Rassismus noch weitaus gesellschaftsfähiger war (sprich „normal“), die nicht zu leugnen ist, trotzdem herausstellen, dass seine Geschichten dichter sind, wie kaum andere Horrorgeschichten.
Wolfgang Hohlbein, Autor der diverser Fantasygeschichten und der Hexer-Romane, nahm Lovecraft als eigene Figur in den Hexer-Zyklus auf – dies war sozusagen meine erste Begegnung mit den großen Alten, jenen dunkelen außerirdischen Wesenheiten, die als Götter verehrt wurden und von denen Cthulhu der wohl berühmteste ist. Die zweite Begegnung hatte ich ob eines schwachen Interesses zumindest einmal in jene Werke reinzulesen… statt dessen fand ich zwei Hörbücher in der Bibliothek und „hörte“ nun also hinein.
Seitdem sammle ich die von LPL-Records umgesetzten Hörbuch-Adaptionen von H.P. Lovecrafts Werken, die von Joachim Kerzel (Stimme von Jack Nickolson), Lutz Riedel (Sprecher für Tymothy Dalton) und nun seit Längerem von David Nathan (er spricht u.a. Johnny Depp, Christian Bale und James Marsters als Spike in BtVS) gelesen werden.
In diesem Sinne muss ich einmal Werbung machen für diese Reihe – nicht alle Werke sind ein Knüller, aber die Vertonung entschädigt die wenigen schwachen Geschichten und die zumeist wirklich tollen Horrorstories.

Daher zumindest der Hinweis auf die Homepage von LPL (Lars Peter Lueg, der Verlagsinnhaber)-Records
Im Videoarchiv muss ich euch auch das Interview mit David Nathan ans Herz legen, auch wenn es schon etwas älter ist, aber es ist zu schön wenn man „Spike“ berlinert. Es ist das zweite Video von unten: „TV-Auftritt vom 08.12.2004″

…wird fortgesetzt.

November 20, 2009

Wiccan Ways – „Message“ und wie es weitergeht

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert, Wiccan Ways tagged , , um 11:12 pm von jack1603

Nunja, Message ist nicht gerade der Begriff der Wahl, Botschaft liegt mir eigentlich näher, aber worum gehts in Wiccan Ways eigentlich?

Grundsätzlich um etwas, das in der letzten Episode von Star Trek The Next Generation Thema war: Die Möglichkeiten der Existenz.
Letztlich der Grund warum in der Story auch auf dem Buffyverse und meiner Alternative und der ewige Frage, ob Buffy wieder hätte zum Leben erweckt werden sollen und wie es sich mit Taras Weiterexistenz in der Version und dies eine wichtigen Teil im Leben der anderen Figuren darstellt.

Beginnen wir, indem wir das Pferd ein wenig von hinten aufzäumen, nämlich einer möglichen Episode in der Zukunft, in der Faith im Mittelpunkt stehen soll, welche mit heute einfiel.
Faith ist in Wiccan Ways, wie sich herausgestellt hat, Taras Schwester (warum sie weggegeben wurde von der Familie und so fort wird irgendwann auch aufgeklärt und im Gegensatz zu Mutant Enemy war Taras Erscheinen für Willow weitaus entscheidender, aber das liegt daran, dass beide eine Geschichte haben von sie und sie als Leser, noch nichts ahnen….).
Deswegen dachte ich an eine Episode, die mehrere Zeitabschnitte und Dimensionen überschneidet und der derzeitige „working title“ dafür lautet „Hunter in the Time“, eine Reminiszenz an H.P. Lovecrafts „Hunter in the dark“. Zur Erklärung, der Horrorautor, welcher Cthulhu-Mythos schuf lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts (näheres zu seiner Person in eine späteren Artikel), war allerdings xenophob, also ein Mensch mit Fremdenangst bzw. Fremdenfeindlichkeit – eine Anlehnung an einen Fremdenhasser? In dieser Geschichte? Letztlich ein Hinweis, dass Wiccan Ways eine Botschaft hat, nämlich die, das Fremde und andersartige nicht zu fürchten. (Anm. Lovecraft wird irgendwann höchstselbst auftreten und trotz der rassistischen Untertöne in vielen seiner Geschichten, sind diese wohl mit das Beste auf dem Horro-Sektor).

In der besagten Episode soll, so angedacht, Faith von zwei jungen Frauen aus der Zukunft rekrutiert werden, um Fehler in der Vergangenheit bzw. in der alternativen Version zum WW-Universum, also dem Buffyverse auszubügeln – soweit die erste Überlegung, die sich allerdings als etwas anderes entpuppen wird, denn Faith wird den Trip nicht nur einmal machen. Dies ist angelehnt an eine Geschichte von Pierre Christin & Jean-Claude Mézières aus der Reihe Valerian und Veronique (Org. Valerien et Laureline), nämlich dem Band „Trügerische Welten“.

Die Valerian und Veronique Story dreht sich um zwei Zeitagenten aus der Zukunft, die u.a. versuchen im Namen der Erde gewisse Geschehnisse in der Vergangenheit zu berichtigen.
In der WW-Episode sollen dies die beiden Nachkommen von WW-Charakteren sein, nämlich einerseits Faiths Tochter und einer detr Töchter von Williow & Tara. Womit ich schon etwas vorwegnehme, allein das Ergebniss kann man ggf. sogar enthüllen, wichtiger ist die Reise dahin. Faith wird mit dem Tod ihrer Schwester im Buffyverse konfrontiert; zwar ist hier auch wieder das Thema Tara zu finden, allerdings geht es um die Auswirkungen auf Faith, die bis dato keine richtige Familie hat.

Womit wir bei einem wichtigen Thema von Wiccan Ways wären: Familie.
Denn die Figuren sollen sich als solche sehen und zusammenraufen, es geht darum die Familie am laufen zu halten. Wie sagte Buffy „We are family.“ Rückblickend auf das Buffyverse ist dieser Zeile auch schon trügerisch und die Anlehnung an „Trügerische Welten“ ein Wink zum Thema des letzten Artikels. Allerdings halte ich es tatsächlich mit dem Babylon-5-Erfinder Straczinsky und werde, wenn Spoiler erwähnt sind, den Leser nicht anlügen.
Es ist durchaus möglich, dass angekündigte Storyplots wegfallen können, aber das soll grundsätzlich keinen Einfluss auf die Figurenkonstellation haben, was uns zum Thema der Verantwort bringt, denn, ein Aspekt, den Robert A. Black in seinen Essays erwähnt ist der, dass eine Geschichte einer breiten Gesellschaft zuzuteilen, auch Verantwortung mit sich bringt, da das Mitteilen von Information jeglicher Art moralische und ethische Implikationen mit sich bringt. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich perfekt bin, aber ein verantwortunsgvoller Umgang birgt z.B. die Frage, die man sich stellen muss:
Kann ich das so machen?
Und diese Frage begleitet mich seit Jahren. Auch wenn man sagen mag „Man, wieso geistert dem das immer noch durch den Kopf?“ – Ganz einfach „Wiccan Ways“ ist noch nicht abgeschlossen und, selbst wenn ich einmal wieder BtVS sehen werden sollte, würde dies dazu führen, dass ich unweigerlich daran erinnert werde.

Nun, also Existenz wurde erwähnt als Thema – dies bezieht sich auf die Möglichkeiten der Existenz und dahingehend ist der Widerstreit zwischen dem Buffyverse und dem WW-Verse ein wichtiger Bestandteil, da in Wiccan Ways völlig andere Wege beschritten werden, was die Bedeutung der Figuren angeht.
Willow ist sicherlich auf Seiten der Schurken derzeit, allerdings wird sich ihre Figur zu etwas weit größerem Entwickeln. Man denke nur an die ominösen Schriftrollen bzw. Willows eigenes Buch der Schatten, dies wird in Teilschritten in etwas gipfeln, dass ihre Person und damit auch Taras (und auch Dawns, sowie anderer Figuren) in ganz anderem Licht dastehen lässt.
Und Tara? Eigentlich genug über sie gesagt zu haben, wäre ein Statement derzeit, es sei nur nochmals anzumerken, dass sie das Göttliche repräsentiert.
Dawns Entwicklung geht von der Schwester zu der Frage was mit Buffys Ausspruch „She is me“ gemeint ist und wie sie ihre Zukunft lösen wird – die Wahl, die sie natürlich nicht hat, denn bin ich selbst jener Mann hinter dem Vorhang, der die Strippen in der Hand hält, wird die richtige sein. Nicht unbedingt zu ihrer Freude, sicherlich dramatisch (nicht tragisch im eigentlichen Sinne), aber erschüttern und logisch zugleich. Ich erinnere hier nur an den Arthus-Zyklus.
Und wer ist dafür verantwortlich? Gott, die Götter, das Schicksal oder doch jemand anderer, von dem die Betreffenden nicht gedacht hätten, dass er ihr Schicksal schon geschrieben hat?
Es geht um Existenz.
Es geht um Entscheidung und Schicksal – Wiccan Ways trägt als Untertitel „A chosen destiny“; welch ein Widerspruch. Oder doch nicht? Nun, man wird es bald erfahren.

Es geht aber auch um den Umgang mit der Verantwortung – etwas, das im Hinblick auf gerade genannten Aspekt einen gewichtigen Anteil mit sich bringt.
Und somit auch die Frage, wie Beziehungen gesehen werden.
Man möge mir glauben, dass der ein oder ander bereits auf der Abschussliste stand, allerdings nach kurzem Insichgehen wieder von dieser entfernt wurde; hier ist der Dialog mit den Figuren wichtig. Kurz: wie wichtig ist mir eine Figur.
Wichtig sind mir die zentralen Figuren und Paare UND, dass muss unterstrichen werden, sie sind nicht zufällig teils lesbisch, nicht etwa, weil ich Whedon zeigen will, was ne Harke ist, sondern weil ich es so entschieden habe bzw. die Vorgabe, aus der Wiccan Ways entstand dies auch z.T. implizierte. Willow & Tara sind lesbisch, Frey und Vesta auch (wenngleich Vesta auch bisexuelle Neigungen bekundet hat) und das sollen sie verdammt nochmal sein, ebenso wie andere Paare hetero sind, und damit ist das anders sein, im Konkreten „homosexuell sein“ ein Teil der Figuren und somit jede Entwicklung auch im Hinblick darauf beschlossene Sache ohne, dass ich je großartig Lob und Preis eingefahren hätte und dann doch tue, was mir beliebt, sondern weil ich es für das grundsätzlich richtige halte.
Und entsprechend in der Geschichte sich wiederfindend ist Verantwortung ein Thema, denn die Figuren werden herrausfinden, dass sie einen wesentlichen Anteil der Verantwortung tragen.
Besonders Faith. Aber man wird sehen und schon recht bald, da ich eine Teil-Auflösung bereits in Episode 2.4 bringen werde.

Doch was ist das Richtige?
Im Hinblick auf die Entwicklung kann ich nur sagen: besagte Paare werden nicht sterben, Tara wurde allerdings auch in WW erschossen (und im Grunde Willow auch – womit die magische Kugel, keine ist..die Kugel prallt, bei Austritt nunmal auf das nächste Hindernis), wenngleich der Hintergrund ein anderer gewesen ist und eine Notwendigkeit für IHRE Figur und für Willows Figur gewesen ist… es trug also zur Charakterentwicklung von Tara bei bzw. wäre, wenn es denn endgültig gewesen wäre, im Hinblick auf ihre Figur und nicht andere Figuren geschehen. Wenn also jemand von den wichtigten Personen, welche mit einem ausreichenden Hintergrund ausgestattet wurden, sprich sie eine Persönlichkeit sind (sogenannte „echte“ Figuren) stirbt in Wiccan Ways, dann hat es primär etwas mit der Figur zu tun, nicht mit dem Umfeld – dies soll stets nur ein Nebeneffekt sein, denn wenn man „echte“ Figuren schafft, dann muss man mit ihnen auch auf einer entsprechenden Ebene umgehen. Wenn eine Figur nur dazu da ist zu sterben, dann wird diese nie eine herausragende Person sein.

Wie geht es mit Willow und Tara weiter? Der Tod ist in WW nicht endgültig, denn, entgegen der Meinung, der Tod sei die einzige Konstante im Universum, sehe ich das nicht so, denn ohne Leben gibt es keinen Tod.
Es geht also noch weiter mit dem Paar und die Wiccan Ways Lösung wird ein lachendes und ein weinendes Auge mit sich bringen.
Und Frey und Vesta? Die andere feste Größe, die nun unverrückbar als zweites (lesbisches) Paar dasteht. Sie werden ihr Schicksal erfüllen und was darüberhinaus das „Leben“ für sie bereithält, das mag sich ein jeder selbst denken… da ist mir ein offenes Ende doch lieber, weil sich jeder selbst etwas ausdenken kann.

Angedacht ist auch eine Doppelepisode, die in eine Art Spiegeluniversum spielen sollen, einem, ja gab es schon, „Nazi“-Universum, indem diese durch eine besondere Art von Vampiren dargestellt werden. Ob und wie es genau dazu kommen wird, kann ich nicht sagen, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, da diese Vampire und die derzeitige Bedrohung durch die sogenannten Wraith…

Ich hoffe diese Themen bearbeiten zu können in Zukunft.

Ein Thema steht allerdings so fest wie das Amen in der Kirche:

Das wird eine der interessantesten Konfrontationen….

PS: die in letzte Zeit wenig aktive Frey wird demnächst wieder auftreten, keine Sorge.

Das alte Lied… (oder: Von der „Normalität“)

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert um 1:44 am von jack1603

…möchte man sagen; doch erst heute bin ich abermals auf das Klischee der toten/bösen Lesbe aufmerksam geworden und obwohl ich es eigentlich meiden wollte, muss ich dazu doch nochmal etwas schreiben.

Zu einem Artikel, der noch immer in den Tiefen des Netzes herumgeistert ist kaum etwas zu sagen, ich sage kaum, denn es gibt einen Punkt, der leider nicht bedacht wird, welcher in einem älteren Artikel von mir angeschnitten wird, der hinzuzufügen wäre.

Das alte Klischee, auf das man sich bei Mutant Enemy nicht einlassen wollte:
Doug Petrie (Sci-Fi Universe 2/21/00): „Willow and Tara are going to have a good, happy, satisfying relationship. That’s something that we’re more acutely aware of and we definitely don’t want to touch on ‘being a lesbian is bad.’ We’ve all seen shows where if you have any kind of gay tendencies, you must be killed or made to suffer for no other reason other than you’re gay. We’re hyper aware of that, so we’re more predisposed to have things work out for Willow and Tara. In fact, if Tara were a guy, I would predict a near 100 per cent chance of a breakup for Willow. The fact that Tara is not a guy may make things work out better, because we can avoid what we feel is this old cliché.“

Joss Whedon (Bronze Beta 5/24/00): „…one post from a gay or questioning teen saying the show helped them is worth six hundred hate letters…Here’s the word: Tara’s not gonna disappear. She’s part of the show, part of Willow’s life.“

Steven DeKnight (Bronze Beta 1/25/02): „As for Tara getting killed–OVER MY DEAD BODY!“

und dann doch zum einfachsten und zudem Klischee, auch noch dass man sich dessen bewusst war, zu greifen ist der krümelige Bodensatz der Serie eines säuerlich schmeckenden Kaffees. Tara war für Mutant Enemy ein nützlicher Idiot, eine Figur, die nur Funktion hatte und kein „echter“ Charakter. Zitat aus dem Artikel: „From this, one can only conclude that ME didn’t view Tara as a „real person“ at all. She was a disposable object and she was treated as such.“ Und die Umstände ihres Ablebens sind nunmal ein Klischee – dumme Frage, an welcher Stelle habe ich nicht aufgepasst?

An diese Aussage lässt sich allerdings etwas anhängen, was der Autor bzw. die Autoren im späteren Teil des Artikels etwas relativierten, leider muss man sagen, denn ihre These ist stark auf das Klischee selbst ausgelegt, was natürlich mit das wichtigste Argument, ist, andere werden dabei leider etwas ausgeblendet. Würde man die zitierte Aussage lediglich darauf beziehen, dass es sich um einer „Minoritäten“-Figur handelt, sprich Lesbe, ist dies sicherlich wahr.
Darüber hinaus aber ebenso wahr ist der Umgang mit Figuren: Charaktere, die man sterben lässt, weil man es kann, liegen einem nicht wirklich am Herzen, sie sind nur Objekte des kurz- oder langfristigen Nutzens. Dummerweise verkörperte Tara (bzw. die Beziehung mit Willow) aber nicht nur ein Symbol für eine bestimmte Gruppe von Menschen, die man getreten hat wie man nur konnte (es sei hinzugefügt, dass ich selbst mich nicht zu jenen zähle, wohl aber Freunde habe, die homosexuell sind) wohl wissend, was in den Leuten los ist, nein Tara verkörperte für andere, nicht-homosexuelle auch ein gewisses Licht in der Serie. Und im Zusammenhang mit Buffys Wiederkehr auch dem Umgang mit dem Thema „Wie man andere behandelt. Also normal.“

Ich höre die Gegenargumente bereits „Ist wichtig für die Story“ „Es geht doch um Buffy“ „Whedon’s Baby“ oder auch sehr hübsch „So ist nunmal das Leben.“ Nein, so ist der Mensch, aber das nur am Rande.
Die Argumente der Gegenseite gehen im Prinzip alle in die Richtung, dass man jede Figur so normal behandelt wie alle andere. Und somit man als Autor auch normal (im Sinne von alles gleich zu behandeln) sein darf. Endlich normal sein. Ein Arschloch sein wie alle anderen. Frei nach dem Motto: Wenn andere sowas können, warum sollte man sich da besser verhalten.
Normalität ist also erst dann erreicht, wenn man genauso jemanden mies behandelt, wie alle andere das ja auch tun.
An dieser Stelle sei zugegeben, selbst mir sind diese Gedanken schon gekommen, leider haben sie jenen säuerlichen Beigeschmack, den ich bereits erwähnte, nämlich dem menschlicher Arroganz, welche menschlich sein mag, aber dies keine Ausrede ist, um so zu sein.
Würde der Mensch nämlich nicht versuchen besser sein zu wollen als er ist, was wäre er dann?
Sagen wir es einmal so: Selbst Tiere sind humaner, fairer als der Mensch. Was wäre dann der Mensch? Darüber will ich nicht nachgrübeln…
Fantastisch – manchmal, wenn ich dann doch über soetwas nachdenke, dann schäme ich mich ein Mensch zu sein. Denn im Grunde entblöst man sich selbst als genauso egositisch und keinen Deut besser, nimmt aber mit „geben ihnen…was sie brauchen.“ dies für sich in Anspruch.

Und somit kommen wir zum Fairness-Aspekt in Taras Dahinscheiden. Es hat mit Fairness etwa soviel zu tun wie zu behaupten, der amtierende Papst wäre eine moralische Instanz.
Der alte Spruch: „Wir geben ihnen nicht was sie wollen, sondern was sie brauchen.“, welcher in Hinblick auf den genannten Artikel und das Klischee allem noch Hohn überstülpt, ist leider nur Augenwischerei. Man gibt nicht was andere brauchen, lediglich ein von sich absolut überzeugtes, also egomanisches Wesen, kann das behaupten und wer nicht begreift, dass man nur bekommt was andere in ihrer Güte einem vorwerfen, der muss sein Hirn bereits in der Bild-Zeitung eingewickelt, jenem Drecksblatt, mit dem sie sogar Fisch beleidigen können, wenn sie in darin einwickeln.
Und ja, das war eine Beleidigung, zumindest gegenüber jenen, die sich dessen bewusst sind und trotzdem zu der Whedonschen Aussage stehen, denn das ist ja noch weit schlimmer, etwas zu aktzeptieren, wovon man weiß, dass es nur eine Verarsche ist, denn die laufen nur dem Anführer nach. Gottergebenheit, weil man ja nichts ändern kann. Das mag stimmen, aber es ist Heuchelei sich andereseits in einer freiheitsliebenden, denkenden und selbstbestimmten Welt zu wähnen oder stets zu beteuern, dass dies eine solche wäre.
Ich stehe derweil und sehe mit den Lauf der Lemminge an.
Über alle anderen ist es nur die Wahrheit.
„Ich gebe den Menschen was ich will.“, wäre eine zumindest ehrliche Aussage.

Dahingehend ist Fairness halt eine Frage der Gleichheit und wie immer sind alle gleich behandelt worden als Figuren…nur manche sind halt gleicher.
Das ist leider das Problem, an dem Fiktionen kranken, die sich um eine Figur drehen, quasi einen fiktionalen Monotheismus hochhalten. Seit es einen wahren Gott gibt sind zig Tausende Kriege in dessen Namen geführt und Millionen dafür gestorben.
Ein überzogener Vergleich, denn das eine ist Fiktion, dass andere echt?
Blöde nur, dass Gott im Grunde ebenso eine Fiktion ist.
Und für diese Fiktion sind tatsächlich Menschen gestorben und sterben noch immer.
Man verehrt nur den einen und alles andere ist zweitrangig. Ganz simpel und wenn einer am Wegesrand liegenbleibt ist es Kollateralschaden, denn der eine ist dafür um so wichtiger, womit wir bei der moralischen Frage wären:
Ist ein Leben es wert, es für ein anderes auszutauschen?
Lustigerweise eine Frage, die sich nicht nur für BtVS stellt, sondern auch ganz im realen Leben verankert ist: Opfere ich jemanden, der mir nicht so sehr am Herzen liegt (oder gar nicht), um jemanden zu retten, den ich viel lieber mag – auch wenn letzteres mit Konsequenzen behaftet ist. Ja, Whedon bezeichnete sich als Moralist. Blöderweise verwarf er dabei seine Moral, indem er unmoralisch handelte und damit nicht im Sinne von seine Hauptfigur über eine andere zu stellen, sondern im Umgang mit anderen Menschen, womit wir den Kreis zum Artikel wieder schließen können.
Ergo ist die monotheistische Behandlung einer Figur nichts anderes als eine Bejaung monotheistischen Denkens an sich und wohin das führt, dies habe ich bereits anklingen lassen.
Das zum Thema Moral und so schließt Taras Tod als Figur im allgemeinen, ihren Tod als lesbischer Charakter mit ein…

Jetzt kann man natürlich sagen, dass eine Fixierung auf Tara wiederum nur eine Art des Monotheismus wäre – nein, zumindest nicht Wiccan Ways, auch wenn sie eine zentrale Figur ist, aber ihre Existenz ist wichtig für andere Figuren, für Willow, für Dawn, für Frey & Vesta und auch (in WW) für Faith und umgekehrt.
Wiccan Ways ist eher polytehistisch gelagert und zumindest vom Polytheismus kann man sagen: die haben sich nicht groß gekloppt wegen Religionsstreigkeiten, erst recht nicht intern, denn es sei erwähnt, dass drei der großen monotheistischen Religionen, der Islam, das Judentum und das Christentum miteinander verwandt sind und im Grunde dasselbe, nur in Grün sind.
Das Tara so fix im Streit bzgl. des Sterbenlassens in Wiccan Ways steht und dies immer wieder erwähnt wird, abgesehen davon, dass ebenfalls gesagt wird, dass dies Auswirkungen auf alle anderen hat, hat zu tun mit der Frage, ob man das eine für das andere aufgibt.
Sie für Buffy einzutauschen, das nennt man einen Kuhhandel, der wieder nur dem einem Gott (oder Gottin in diesem Falle) dient. Also ist tara ein Sinnbild für eine der Kernaussagen, zudem steht sie für das Göttliche; für Willow gilt die Frage, wie der Mensch… (das wird noch nicht verraten), für Dawn wie sie mit der Beziehung zu den beiden des weiteren agiert und wie sie sich ihrem Lebenszyklus und ihrerselbs in Gestallt einer bösen Buffy-Version gegenüber stellt, für Faith ist es die Konfrontation mit der Liebe, mit Verwandtschaft und einer Familie, die sie in den anderen findet…
Es gibt nicht nur die eine Geschichte und sie spitzen sich nicht auf eine zentrale Figur zu, sondern sind ein gemeinsames Biotop von Gedankengängen und Überlegungen.

Tara ist für Wiccan Ways nicht einfach nur eine der zentralen, lesbischen Figuren, sondern darüber nunmal das Symbol dafür, unnormal zu sein. Und zu den Losern zu gehören, die das Spiel entscheiden – also letztlich gewinnen. Etwas, wovon sich BtVS selbst immer weiter entfernte, denn die Uncoolen Leute, die die Welt retteten sind am Ende etwas zu cool für den Geist der Serie.
Und Tara (in WW)? Kein Mensch ist so menschlich wie sie.
Darum geht es auch in Wiccan Ways, nämlich nicht einfach den Menschen so zu nehmen wie er ist, sondern darum, dass er besser sein kann. Vielleicht nicht perfekt, sondern besser.
Deswegen gibts in Wiccan Ways auch keinen Weltuntergang – sondern es geht darum, sich seinen Platz im Leben, seine Bedeutung zu erkämpfen, auch wenn man sich selbst eine solche erst schaffen muss. Es geht um Figuren. Es geht um deren Geschichten.
Wiccan Ways versucht zumindest Polytheismus zu sein ….

Und noch ein Wort an Mister deKnight: Ein Versprechen sollte man halten; ihres kommt mir leider etwas zu kurz.

„Tara’s not gonna disappear. She’s part of the show, part of Willow’s life.“ – Whedon – Und das jemanden, dem man sagt, sein Brief wäre mehr wert als 100 Hassbriefe, weil er sich bei Whedon bedankt. – Tja, normal, so ist das Leben… ach, nein, das war ja doch der Mensch.

Und noch ein Link zum Thema; u.a. mit Robert A. Blacks Essays zum Thema ab dem dritten Post, auch zu dem Thema „Verantwortung“, dass ich hier sträflich unterlassen habe zu nennen – die Texte sind allerdings in Englisch. Im nächsten Artikel geht es u.a. um Verwantwortung in Wiccan Ways…

Dahingend ein Zitat vom Kabarettisten Jochen Malmsheimer:
„Flieg Fisch, lies und gesunde!“
Oder schreibe, das hilft auch.

November 17, 2009

Es geht weiter…. Wiccan Ways 2.05 – Elder

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert um 11:46 pm von jack1603

Zwar ist die 4. Episode um das zentrale Duo der Serie, Willow und Tara, noch nicht ganz fertig, doch sollte dies nicht mehr all zu lange dauern.

Um Wartezeiten zu verkürzen hier das Teaser-Plakat zur Episode 2.05 mit dem Titel Elder:

Die Arthus-Saga ist ein zentrales Bild für die Geschehnisse in Wiccan Ways geworden, dem Arthus-Zyklus oder besser dem Zyklus des Schwertes, allein da dieser Zyklus im engen Zusammenhang mit Dawn steht.
Um Dawns Bedeutung für die Geschichte der Jägerin zu erhalten gibt es einen Weg, der vom BtVS-Serienschöpfer bereits vorgelegt wurde, wenngleich seine durchaus wunderbaren Ideen in kompletter Bedeutungslosigkeit für seine Figur verpuffte.
Wer sich um Dawns Bedeutung für die Serie interessiert, wie Whedon sie zu diesem Zeitpunkt sah, der sehe sich die finale Folge der 5. Staffel an und achte auf die Diskussion zwischen Buffy und Giles.
Wer die Fortsetzung der Serie verfolgte wird feststellen, dass der Sinn der Figur leider nicht erhalten wurde und dies war der wohl erzählerisch gravierendste Fehler (egal wie man zur Entwicklung in Season 6 steht), der gemacht wurde.

Ich will nicht versuchen diese Panne auszubügeln, sondern lediglich die Vorgabe von Whedon zu erhalten und aufzugreifen und sie aus meiner Perspektive weiter zu entwickeln.
Giles: „She (Dawn) is not your sister.“
Buffy „Your right. She is more than that… she is me.“

Und dieses „She is me“ ist wohl mit der wichtigste Satz für die Zukunft der Figuren.Was ist der Mensch an sich? Letztlich IST man seine Mutter, IST sein Vater, denn aus ihren Genen stammen wir oder um es mit dem Satz aus Superman zu sagen:
„Aus dem Sohn wird der Vater und aus dem Vater wird der Sohn.“ – abgesehen davon, dass der wie Jürgen Becker einmal sagte „Hitzeschaden der Geschichte“, genannte Monotheismus, für WW keinen solchen Stellenwert hat.

Um noch kurz auf das Plakat zu sprechen zu kommen und den Titel „Elder“: zu sehen ist hier Aishwarya Rai als „Elder“ – was es mit den Elder auf sich hat wird demnächst geklärt.

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