11.29.07
Die Qual der Wahl – Teil 2
Wie schon im vorigen Post gesagt: manch ein FanFiction-Autor kann sowas nachvollziehen.
Im nachfolgenden werde ich den spoilerlastigen Teil extra ankündigen, für die, die nicht weiterlesen wollen.
Es ist jetzt nicht die tiefsinnende Frage des Seins und Werdens der Menschheit – dies ist eher inhaltlicher Bestandteil der Geschichte – sondern eher eine Frage des Entwicklungsprozesses, vor der ein jeder Autor, ob er nun tatsächliche Persönlichkeiten als Vorbild nimmt oder sie frei aus dem Kopf heraus erfindet, schon einmal gesstanden haben dürfte.
Letzteres ist meiner Ansicht eigentlich nicht möglich, da gewisse visuelle Vorprägungen schon vorhanden sein dürften und man zumindest unbewusst nach Typen greift, die man irgendwo schonmal gesehen hat, sei es der Kollege, Schulkamerad respektive Kommilitone, von mir aus auch ein Familienmitglied oder schlicht jemand, den man aus dem Fernsehen her kennt.
Kurz: wie sieht ein Held aus? Welche Art Vorstellung haben wir von diesem? Eher blond oder dunkelhaarig? Blaue oder grüne Augen?
Bastelt man im Kopf wie in einer Verbrecherkartei aus den einzelnen Fragmenten von Gesichtern ein passendes zusammen oder hat man nicht doch letztlich die Figur schon ziemlich genau im Kopf, angelehnt an das was man schonmal irgendwo gesehen hat?
Man nehme den Diener des Oberbösewichtes; assoziiert man nicht in diesem Moment schon einen eher zu klein geratenen, eventuell buckeligen Typen, der seinem Herrn dauernd (metaphorisch) die Schuhe poliert (man denke an die Figur des Peter Pettigrew aus J.K. Rowlings Harry Potter-Romanen/Filmen)?
Oder doch den Kleiderschrank mit eventuell etwas zu wenig Hirnmasse und unbänigem Hass auf den Helden ( Typ des Oberkillers Stamper in „Tomorrow never dies“ gespielt von Götz Otto – keine Angst Herr Otto, mit der wenigen Hirnmasse waren nicht sie, sondern die von ihnen dargestellte Figur gemeint).
Oder gar der verschlagene, schlangenhaften Irren, der die Drecksarbeit für den Chef erledigt – wie Billy Drago als Al Capones Killer in „The Untouchables“
Meist liegt die Idee zur Figur bereits vor, doch eine konkrete Vorstellung zu bekommen kann sich als Zwickmühle erweisen – denkt man an Typen oder an Gesichter?
Mal so, mal so, so läuft es zumindest bei mir – manchmal hat man jemanden gesehen und sch gedacht „Die Figur, so wie sie war würde ich jetzt nicht übernehmen, aber die Gesamtkomposition aus Charakter und Darsteller, der der Figur erst die unverwechselbaren charakterlichen Züge verleiht, ist Inspiration genug.
Spoiler….Spoiler…Spoiler….Spoiler….Spoiler…Spoiler….Spoiler….Spoiler…Spoiler….
In diesem speziellen Falle dreht sich meine Überlegung um eine Episode in mehr oder weniger ferner Zukunft der Serie Wiccan Ways und das Auftreten von zwei Ablegern der bereits etablierten Charaktere Faith und auch Willow bzw. Tara. – Da es sich um Figuren der fernen Zukunft handelt, deren Eingreifen in die Gegenwart entsprechende Auswirkungen haben soll, vorallem aber die Charaktere der fest installierten Figuren formen sollen, lag es nahe von halbwüchsigen Figuren auszugehen.
Die Figur der Tatiana trat bereits in Staffel auf und wird natürlich noch eine Rolle spielen und um deren Bedeutung dem Leser näher zu bringen und nicht im Dunst des Vergessens untergehen zu lassen, lag es nahe genau an für diese noch unklar umrissene Episode zumindest schon eine Story zu gestalten. Und der damit verbunden Figuren:
Faith = Mutter?
Gott bewahre, wird manch einer sagen , doch um die Figur Faith aus ihrer stereotypischen Position der bösen Buffy-Version zu reißen und die angedeuteten Charakterzüge eines einsamen und unverstanden Mädchens, dass mit nicht wenig Lust der Beschäftigung als Killerin (vornehmlich von Vampiren) nachgeht und nur die Starke markiert, waren bereits Traditionsbrüche mit der Ursprungsserie Buffy the Vampire Slayer nötig: nämlich einer Hintergrundgeschichte zur Figur. – Was in BtVS nur angedeutet wurde, ist in Wiccan Ways Teil einer verstrickten Storyline.
Doch nun auch noch Faith in Zukunft Mutter? – Antwort: Ja.
Doch wie soll die Figur heißen, wie aussehen, geschweige denn was für ein Typ sollte sie sein?
Zumindest was eine ungefähre Vorstellung des Äußeren angeht blieb ich schließlich und nach langem Grübeln bei zwei Schauspielerinnen hängen:
Emily Browning dürfte den meisten als Violet Baudelair in „A series of Unfortunate Events bekannt sein.
Spätestens seit „X-Men – The Last Stand“ und „Hard Candy“ dürfte Ellen Page auch in Deutschland dem ein oder anderen ein Begriff sein.
So entscheidet sich die Figur der Verity (engl. Synonym für [edit] truth= Wahrheit) zwischen diesen beiden; persönlich tendiere ich eher zu Ellen Page.
Eine weitere Figur ist die Tochter der Hauptfigur Willow – nun diese Figur ist auch von ihrem Erscheinungsbild, Namen und Persönlichkeit strittig. Doch dazu -und zur endgültigen Entscheidung für „Verity“- mehr in einem späteren Beitrag….

Toni sagte,
Dezember 3, 2007 um 11:57
Also meine meinung weißt du ja. Ich find einfach das Ellen besser passen würde, weil ich weiß nicht, allein von den gesichtszügen her… bei Emily würd ich gar nix von Faith (eliza) reininterpretieren können.
Bei Ellen geht das schon mehr. da könnte man sagen, ja (bz.w durchgehen lassen) wenn es einen film geben würde, würde ich diese Person / Schauspieler nehmen um Faith tochter spielen zu lassen…