12.31.07
Heavy Warjacks – die Arbeitstiere einer Steampunkarmee
Und dazu, in meinen Augen, noch schöne Modelle, dafür aber sind diese nicht billig.
Ja, ich hab ne Weile nix getippt – zwischen Norovirus, Weihnachten und Geburtstag war nicht viel Zeit, zumal ich nicht wusste worüber ich schreiben sollte…..
Zwischen 20 bis 30 Euro darf man für einen Heavy Warjack, also (für die, die mit dem Begriff Warjack nichts anfangen können) einen großen, schwer gepanzerten Kriegsroboter, der mit ein paar Schippen Kohle und Dampf angetrieben wird, berappen. Für den größten Warjack
der Cygnar-Armee zum Bleistift schwanken die Preise um die 38-42. Und ich spreche nicht von DM, sondern von Euronen, echten Euronen. Wären es Ecu (für die jüngeren Leser, der Ecu gespr. Ekü, war sowas wie doe Vorläuferwährung des Euro), dann wäre es wenigstens niedlich.
Aber dafür sind die beiden neuen Warjacks in meiner Sammlung auch massive Typen.
Da hätten wir den sogenannten Stormclad, der mit elektrischem Schwert, Buckler (das ist ein Schild und nicht der Glöckner von Notre Dame) sowie Standarte daher kommt.
Wo der hinschlägt, da dürfte kein Gras mehr wachsen.
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Und noch den Centurion; ein noch schwerer Apparat, der mit dickem Schild und Lanze andere Warjacks in ihre Einzelteile zerlegt.
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Worüber ich noch ein wenig nachgrüble ist die Haltung der Warjacks, denn die Grundhaltun, wenn man die Mehrteiligen Zinndinger zusammengebaut hat, ist eher so lala – tatsächlich gibt es echte Künstler, die das Modellieren gut können, um dann differenzierte Versionen der Figuren zu bauen. Zumindest habe ich nun auch einen Handbohrer (also so ein Ding, dass man mit Muskelschmalz bedient und in keinem Baumarkt zu kriegen ist, sondern nur der ganze überteuerte Elektrokram) besorgt, mit dem man Stiften kann.
Stiften, für die, denen der Begriff nichts sagt, ist prinzipiell simpel: die Figuren werden meist mit glatten Enden an ihren Einzelteilen geliefert, manchmal reicht dann das Verkleben nicht aus, besonders bei größeren Figuren wie Warjacks oder den Wolfen von Confrontation (Riesenviecher übrigens). Daher bohrt man in ein Element ein Loch mit einem Microbohrer (wahlweise 1 – 0,5 mm breit) und steckt einen Stahlstift oder ein Stück einer großen Büroklammer hinein. Damit drückt man nun beide Teile etwas aufeinander, sodass der Abdruck des Stifts (deswegen „Stiften“) auf dem Gegenstück zu sehen ist, diese Stelle ebenfalls angebohrt wird und das Ganze dann mit einem Kleber zusammengefügt wird. Hält besser.
Kleiner Tipp für den Kleber: nehmt den stinknormalen Sekundenkleber „Loctite“ (blaue Verpackung, direkt neben Pattex) aus dem Praktiker, ist ein Universalkleber, 10g enthalten und 50 Cent billiger als Pattex – dabei stammen beide von Henkel; also Pattex-Helden, man zahlt für den Namen „Pattex“ 50 Cent mehr, der Inhalt ist bei beiden der gleiche. Und wenn dann noch eine 20%-auf-alles-Aktion bei Praktiker ansteht, spart man noch einmal ein paar Cent.
Tja, und falls ich mich an meine eigene Abmachung halte bis Mittwoch gewisse Dinge erledigt zu haben, dann werde ich wohl am Donnerstag nochmal bei einem der Händler in Köln vorbeistreuseln.
12.17.07
Von Richtern und Inquisitoren
„Klack, klack, klack.“, mit dem Geräusch eines Stocks, der auf dem metallenen Boden der Raumstation Babylon 5 aufschlug, kündigte ein von den außerirdischen Vorlonen, weit hörer entwickelten Wesen, gesandter Inquisitor an, der in Anzug und mit Zylinder dem Kommandanten der Station, John Sheridan, gegenüber tritt.
Mr Sebastian, so stellt sich der Fremde, der nicht ganz in die Zeit zu passen scheint, vor, ist gesandt worden, um Delenn, die Botschafterin der Minbari zu befragen in Bezug auf ihren heiligen Auftrag, der Bekämpfung der Schatten.
Gut und schön, was hat das mit Wiccan Ways zu tun? – Referenzierung heißt hier das Zauberwort; wie es bereits früher in Wiccan Ways vorkam (man denke an „Technomage“, den Begriff, den der Schöpfer J. Michael Straczynski von B5 prägte oder die Figur Zathras), so wird auch wieder eine Referenz zu Babylon 5 eingebaut.
Besonders in einer Episode wie der 2.03 – Ripper, erscheint das Auftreten der Figur Mr Sebastian, in Babylon 5 gespielt von Wayne Alexander, nur allzu passend. Erstens wird man erfahren woher Sebastian seinen Stock bekam, den er in B5 einsetzte und zudem wird hiermit, einmal mehr die Geschichte um den wohl bekanntesten Serienkiller der Geschichte aufgenommen, denn Mr Sebastian verabschiedet sich am Ende mit folgenden Worte:
„Good luck to you in your holy cause, Captain Sheridan. May your choices have better results than mine. Remembered not as a messenger, remembered not as a reformer, not as a prophet, not as a hero…not even as Sebastian. Remembered only…as Jack.“ Link (die Qualität des Audioausschnitts ist nicht sonderlich gut)

(Promoplakat der Episode 2.03 – Ripper)
Es braucht nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, wer Mr Sebastian ist. Doch Mr Sebastians Part ist nicht der, den er in B5 spielte, sondern vielmehr kam er auf Anfrage einer anderen Macht, als auch zur Bezahlung für seine Dienste an den Richtern – sein Stock. Er soll zwar eine Person aus dem Kreis der Hauptfiguren von Wiccan Ways prüfen, doch seine Aufgabe als Inquisitor ist reglementiert.
Richter, Judges gemeinhin in Wiccan Ways genannt, wurden inspririert von den Judges in Final Fantasy XII – ihre wirklichen, individuellen Intentionen, Hintergründe, Motive, all dies ist noch im Dunkeln, doch ihre Aufgabe an sich ist klar: sie sind die Wächte, Richter und Henker einer anderen Welt. Doch da die Verflechtungen der Schicksale zweier Welten, ihrer und der Erde, zunehmen, mischen sie sich immer mehr ein.

Judge Magister Gabranth aus Final Fantasy XII
Sie werden mehr und mehr eine wichtige Rolle in Wiccan Ways spielen, und bereits in Episode 2.03 soll die Identität eines
der Judges gelüftet werden – lediglich eine Verschiebung um eine Episode ist denkbar, aber die Identität dieses Judges wird im Angesicht der kommenden Ereignisse schockieren.
12.09.07
Die Qual der Wahl – Die Entscheidung
Und wenn man die Wahl hat, muss man sich meist für eines entscheiden, sofern man nicht nochdas verborgene Tor Nr. 3 findet – was in diesem Falle entweder unsichtbar blieb oder aber gar nicht erst vorhanden war.
Ja, die Rede ist abermals von einer virtuellen Besetzung eines Lieblingscasts für die eigene Fan-Fiction-Serie.
Doch auf wen fällt denn nun die Wahl?
Und grübelt man nicht eventuell schon am nächsten Darsteller?
Die Wahl fiel schwer, trotz einer gewissen Tendenz, die vorher schon da war, doch mit der Lösung des einen kamen neue Überlegungen und so wird noch jemand ins Rennen geschickt um eine ganz andere Rolle.
Nämlich der, der Tochter von Willow respekt. Tara – rothaarig oder nicht? (Allein falls man zum Rothaar greift wird die Wahl doch eher begrenzt), Augenfarbe, von wem steckt mehr drin?
Währendessen treibt noch andere Ideen weiter – die Richter, der Rat der (bösen?) „Götter“ und natürlich die aktuelle Geschichte, welche die Gesamtidee nicht verworrener machen könnte, als sie ohnehin schon ist.
Doch zurück zur eigentlichen Frage: Für Faiths „zukünftige“ Tochter hat sich letztlich Ellen Page durchgesetzt – es gibt neben dem offensichtlichen Gründen (z.B. Vor-Favorisierung), noch einen weiteren für diese Wahl, den ich hier allerdings nicht preisgeben möchte.
Aber vor Überraschungen ist der Leser trotzdem nicht gefeit……

12.05.07
Steampunk für Miniaturenverliebte
Das gilt für das Miniaturenspiel „Warmachine“ von Privateer Press – ja, es klnigt natürlich nach Werbung, wenn man (über) sowas schreibt.
Aber man muss festhalten, dass die Miniaturen aus der Warmachine-Reihe zu den besseren Zinnfiguren zur Zeit gehören.
Allein die Verliebtheit ins kleinste Detail lässt die eher klobigen Produkte von Games Workshop eher unfertig aussehen, vergleicht man sie mit dem was z.B. Rackham oder in diesem Falle Privateer Press zu bieten hat. Allerdings ist man unter Miniaturensammlern da gerne geteilter Auffassung.
Was ist Steampunk? – Das muss ich ja auch mal klären, denn es kann vielleicht nicht jeder mit diesem Begriff etwas anfangen. Steampunk ist quasi ein Genre der Literatur (aber auch des Films, Spiels etc.), dass der SciFi ähnelt; sie ist eine Alternativwelt, in der Maschinen vornehmlich von Dampf, von der Lok bis zum Computer, angetrieben werden und in der es nicht unüblich ist, dass dies in einer viktorianischen Ära, alternativ auch im Mittelalter oder Renaissance spielt. – Literarische Vertreterwaren z.B. Jules Vernes oder H.G. Wells. (Nich meckern, es sind Wikipedia-Links.)
Dieses Genre wird auch immer wieder im Anime verwandt, sei es „Steamboy“ oder „Last Exile“ (das sind jetzt die offiziellen Seiten) oder für die, die gerne Playstation daddeln, dürfte „Final Fantasy“ (ist jetzt ein Link zu ner deutschsprachigen Fanseite) ein Begriff sein.
Warmachine ist ein Skirmish/Tabletop-Miniaturenspiel, in dem man Gruppen von Soldaten und Kriegsmachinen, den Warjacks, ins Felde führt.
Der Vergleich mit Schach bzw. der Begriff „Konfliktsimulation“ wird gerne verwandt, wenn es um Tabletop geht. Oder anders ausgedrückt: der Miniaturenspieler ist eine Art alternativer PC-Bildschirm-Armeenverschieber, darüberhinaus ist er aber auch Figurenbastler und Bemaler und er spielt direkt gegen andere Leute, die ihm gegenüberstehen (respektive stehen).
Interessant hierbei sind die Warjacks, die Kriegsmachinen, die ein wesentliches Kraftpotential in jeder Armee bei Warmachine ausmachen. Dabei erinnern die stählernen Ungetüme an diverse (Exo-Skelett)-Roboter wie in „Vision of Escaflowne“ oder „Patlabor – Mobile Police“ (Wem diese Titel etwas sagen) Besonderheit hierbei ist nur, dass die Warjacks nicht von einem Menschen im Innern gesteuert werden, sondern eigene Einheiten sind, die vorallem von Warcastern, also intelligenten Wesen wie Menschen oder Dämonen von außern gesteuert werden. – Ich gebe zu mir das Spielprinzip (noch) nicht großartig einverleibt zu haben, da mich in erster Linie die Figuren und der künstlerische Aspekt daran fasziniert – also das Zusammenbauen und anschließende Bemalen.
Wer einen Eindruck davon gewinnen will, dem sei die Seite CoolMiniOrNot empfohlen, auf der die Künstler Bilder ihrer Figuren einstellen – das Können gereicht dabei von schaurig bis brilliant.
Meine letzten Neuerwerbungen sindzwei Warjack.

Der Grenadier-Warjack der Cygnar-Fraktion und

der Dervish des Protektorates von Menoth.
Im vergleich zu den etwas größeren Miniaturen sind diese mit 10 – 15 Euro noch recht erschwinglich. Die größten Modelle kosten sogar um die 45 Euro. – wer hier sagt „Ne Menge Asche“ hat nicht unrecht, sollte aber bedenken, dass es sich beim Material um Zinn handelt und die Abnemehrschaft beiweitennicht so groß ist, dass man dies zu Dumpingpreisen anbieten könnte. (Es sei denn man hat irgendwo in der Nähe einen Comic/Figurenladen, der Sonderaktionen anbietet.)