12.05.07

Steampunk für Miniaturenverliebte

Veröffentlicht in Warmachine tagged , , um 12:51 von jack1603

Das gilt für das Miniaturenspiel „Warmachine“ von Privateer Press – ja, es klnigt natürlich nach Werbung, wenn man (über) sowas schreibt.
Aber man muss festhalten, dass die Miniaturen aus der Warmachine-Reihe zu den besseren Zinnfiguren zur Zeit gehören.

Allein die Verliebtheit ins kleinste Detail lässt die eher klobigen Produkte von Games Workshop eher unfertig aussehen, vergleicht man sie mit dem was z.B. Rackham oder in diesem Falle Privateer Press zu bieten hat. Allerdings ist man unter Miniaturensammlern da gerne geteilter Auffassung.

Was ist Steampunk? – Das muss ich ja auch mal klären, denn es kann vielleicht nicht jeder mit diesem Begriff etwas anfangen. Steampunk ist quasi ein Genre der Literatur (aber auch des Films, Spiels etc.), dass der SciFi ähnelt; sie ist eine Alternativwelt, in der Maschinen vornehmlich von Dampf, von der Lok bis zum Computer, angetrieben werden und in der es nicht unüblich ist, dass dies in einer viktorianischen Ära, alternativ auch im Mittelalter oder Renaissance spielt. – Literarische Vertreterwaren z.B. Jules Vernes oder H.G. Wells. (Nich meckern, es sind Wikipedia-Links.)

Dieses Genre wird auch immer wieder im Anime verwandt, sei es „Steamboy“ oder „Last Exile“ (das sind jetzt die offiziellen Seiten) oder für die, die gerne Playstation daddeln, dürfte „Final Fantasy“ (ist jetzt ein Link zu ner deutschsprachigen Fanseite) ein Begriff sein.

Warmachine ist ein Skirmish/Tabletop-Miniaturenspiel, in dem man Gruppen von Soldaten und Kriegsmachinen, den Warjacks, ins Felde führt.
Der Vergleich mit Schach bzw. der Begriff „Konfliktsimulation“ wird gerne verwandt, wenn es um Tabletop geht. Oder anders ausgedrückt: der Miniaturenspieler ist eine Art alternativer PC-Bildschirm-Armeenverschieber, darüberhinaus ist er aber auch Figurenbastler und Bemaler und er spielt direkt gegen andere Leute, die ihm gegenüberstehen (respektive stehen).

Interessant hierbei sind die Warjacks, die Kriegsmachinen, die ein wesentliches Kraftpotential in jeder Armee bei Warmachine ausmachen. Dabei erinnern die stählernen Ungetüme an diverse (Exo-Skelett)-Roboter wie in „Vision of Escaflowne“ oder „Patlabor – Mobile Police“ (Wem diese Titel etwas sagen) Besonderheit hierbei ist nur, dass die Warjacks nicht von einem Menschen im Innern gesteuert werden, sondern eigene Einheiten sind, die vorallem von Warcastern, also intelligenten Wesen wie Menschen oder Dämonen von außern gesteuert werden. – Ich gebe zu mir das Spielprinzip (noch) nicht großartig einverleibt zu haben, da mich in erster Linie die Figuren und der künstlerische Aspekt daran fasziniert – also das Zusammenbauen und anschließende Bemalen.

Wer einen Eindruck davon gewinnen will, dem sei die Seite CoolMiniOrNot empfohlen, auf der die Künstler Bilder ihrer Figuren einstellen – das Können gereicht dabei von schaurig bis brilliant.

Meine letzten Neuerwerbungen sindzwei Warjack.


Der Grenadier-Warjack der Cygnar-Fraktion und


der Dervish des Protektorates von Menoth.

Im vergleich zu den etwas größeren Miniaturen sind diese mit 10 – 15 Euro noch recht erschwinglich. Die größten Modelle kosten sogar um die 45 Euro. – wer hier sagt „Ne Menge Asche“ hat nicht unrecht, sollte aber bedenken, dass es sich beim Material um Zinn handelt und die Abnemehrschaft beiweitennicht so groß ist, dass man dies zu Dumpingpreisen anbieten könnte. (Es sei denn man hat irgendwo in der Nähe einen Comic/Figurenladen, der Sonderaktionen anbietet.)