11.20.09
Wiccan Ways – „Message“ und wie es weitergeht
Nunja, Message ist nicht gerade der Begriff der Wahl, Botschaft liegt mir eigentlich näher, aber worum gehts in Wiccan Ways eigentlich?
Grundsätzlich um etwas, das in der letzten Episode von Star Trek The Next Generation Thema war: Die Möglichkeiten der Existenz.
Letztlich der Grund warum in der Story auch auf dem Buffyverse und meiner Alternative und der ewige Frage, ob Buffy wieder hätte zum Leben erweckt werden sollen und wie es sich mit Taras Weiterexistenz in der Version und dies eine wichtigen Teil im Leben der anderen Figuren darstellt.
Beginnen wir, indem wir das Pferd ein wenig von hinten aufzäumen, nämlich einer möglichen Episode in der Zukunft, in der Faith im Mittelpunkt stehen soll, welche mit heute einfiel.
Faith ist in Wiccan Ways, wie sich herausgestellt hat, Taras Schwester (warum sie weggegeben wurde von der Familie und so fort wird irgendwann auch aufgeklärt und im Gegensatz zu Mutant Enemy war Taras Erscheinen für Willow weitaus entscheidender, aber das liegt daran, dass beide eine Geschichte haben von sie und sie als Leser, noch nichts ahnen….).
Deswegen dachte ich an eine Episode, die mehrere Zeitabschnitte und Dimensionen überschneidet und der derzeitige „working title“ dafür lautet „Hunter in the Time“, eine Reminiszenz an H.P. Lovecrafts „Hunter in the dark“. Zur Erklärung, der Horrorautor, welcher Cthulhu-Mythos schuf lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts (näheres zu seiner Person in eine späteren Artikel), war allerdings xenophob, also ein Mensch mit Fremdenangst bzw. Fremdenfeindlichkeit – eine Anlehnung an einen Fremdenhasser? In dieser Geschichte? Letztlich ein Hinweis, dass Wiccan Ways eine Botschaft hat, nämlich die, das Fremde und andersartige nicht zu fürchten. (Anm. Lovecraft wird irgendwann höchstselbst auftreten und trotz der rassistischen Untertöne in vielen seiner Geschichten, sind diese wohl mit das Beste auf dem Horro-Sektor).

In der besagten Episode soll, so angedacht, Faith von zwei jungen Frauen aus der Zukunft rekrutiert werden, um Fehler in der Vergangenheit bzw. in der alternativen Version zum WW-Universum, also dem Buffyverse auszubügeln – soweit die erste Überlegung, die sich allerdings als etwas anderes entpuppen wird, denn Faith wird den Trip nicht nur einmal machen. Dies ist angelehnt an eine Geschichte von Pierre Christin & Jean-Claude Mézières aus der Reihe Valerian und Veronique (Org. Valerien et Laureline), nämlich dem Band „Trügerische Welten“.

Die Valerian und Veronique Story dreht sich um zwei Zeitagenten aus der Zukunft, die u.a. versuchen im Namen der Erde gewisse Geschehnisse in der Vergangenheit zu berichtigen.
In der WW-Episode sollen dies die beiden Nachkommen von WW-Charakteren sein, nämlich einerseits Faiths Tochter und einer detr Töchter von Williow & Tara. Womit ich schon etwas vorwegnehme, allein das Ergebniss kann man ggf. sogar enthüllen, wichtiger ist die Reise dahin. Faith wird mit dem Tod ihrer Schwester im Buffyverse konfrontiert; zwar ist hier auch wieder das Thema Tara zu finden, allerdings geht es um die Auswirkungen auf Faith, die bis dato keine richtige Familie hat.
Womit wir bei einem wichtigen Thema von Wiccan Ways wären: Familie.
Denn die Figuren sollen sich als solche sehen und zusammenraufen, es geht darum die Familie am laufen zu halten. Wie sagte Buffy „We are family.“ Rückblickend auf das Buffyverse ist dieser Zeile auch schon trügerisch und die Anlehnung an „Trügerische Welten“ ein Wink zum Thema des letzten Artikels. Allerdings halte ich es tatsächlich mit dem Babylon-5-Erfinder Straczinsky und werde, wenn Spoiler erwähnt sind, den Leser nicht anlügen.
Es ist durchaus möglich, dass angekündigte Storyplots wegfallen können, aber das soll grundsätzlich keinen Einfluss auf die Figurenkonstellation haben, was uns zum Thema der Verantwort bringt, denn, ein Aspekt, den Robert A. Black in seinen Essays erwähnt ist der, dass eine Geschichte einer breiten Gesellschaft zuzuteilen, auch Verantwortung mit sich bringt, da das Mitteilen von Information jeglicher Art moralische und ethische Implikationen mit sich bringt. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich perfekt bin, aber ein verantwortunsgvoller Umgang birgt z.B. die Frage, die man sich stellen muss:
Kann ich das so machen?
Und diese Frage begleitet mich seit Jahren. Auch wenn man sagen mag „Man, wieso geistert dem das immer noch durch den Kopf?“ – Ganz einfach „Wiccan Ways“ ist noch nicht abgeschlossen und, selbst wenn ich einmal wieder BtVS sehen werden sollte, würde dies dazu führen, dass ich unweigerlich daran erinnert werde.
Nun, also Existenz wurde erwähnt als Thema – dies bezieht sich auf die Möglichkeiten der Existenz und dahingehend ist der Widerstreit zwischen dem Buffyverse und dem WW-Verse ein wichtiger Bestandteil, da in Wiccan Ways völlig andere Wege beschritten werden, was die Bedeutung der Figuren angeht.
Willow ist sicherlich auf Seiten der Schurken derzeit, allerdings wird sich ihre Figur zu etwas weit größerem Entwickeln. Man denke nur an die ominösen Schriftrollen bzw. Willows eigenes Buch der Schatten, dies wird in Teilschritten in etwas gipfeln, dass ihre Person und damit auch Taras (und auch Dawns, sowie anderer Figuren) in ganz anderem Licht dastehen lässt.
Und Tara? Eigentlich genug über sie gesagt zu haben, wäre ein Statement derzeit, es sei nur nochmals anzumerken, dass sie das Göttliche repräsentiert.
Dawns Entwicklung geht von der Schwester zu der Frage was mit Buffys Ausspruch „She is me“ gemeint ist und wie sie ihre Zukunft lösen wird – die Wahl, die sie natürlich nicht hat, denn bin ich selbst jener Mann hinter dem Vorhang, der die Strippen in der Hand hält, wird die richtige sein. Nicht unbedingt zu ihrer Freude, sicherlich dramatisch (nicht tragisch im eigentlichen Sinne), aber erschüttern und logisch zugleich. Ich erinnere hier nur an den Arthus-Zyklus.
Und wer ist dafür verantwortlich? Gott, die Götter, das Schicksal oder doch jemand anderer, von dem die Betreffenden nicht gedacht hätten, dass er ihr Schicksal schon geschrieben hat?
Es geht um Existenz.
Es geht um Entscheidung und Schicksal – Wiccan Ways trägt als Untertitel „A chosen destiny“; welch ein Widerspruch. Oder doch nicht? Nun, man wird es bald erfahren.
Es geht aber auch um den Umgang mit der Verantwortung – etwas, das im Hinblick auf gerade genannten Aspekt einen gewichtigen Anteil mit sich bringt.
Und somit auch die Frage, wie Beziehungen gesehen werden.
Man möge mir glauben, dass der ein oder ander bereits auf der Abschussliste stand, allerdings nach kurzem Insichgehen wieder von dieser entfernt wurde; hier ist der Dialog mit den Figuren wichtig. Kurz: wie wichtig ist mir eine Figur.
Wichtig sind mir die zentralen Figuren und Paare UND, dass muss unterstrichen werden, sie sind nicht zufällig teils lesbisch, nicht etwa, weil ich Whedon zeigen will, was ne Harke ist, sondern weil ich es so entschieden habe bzw. die Vorgabe, aus der Wiccan Ways entstand dies auch z.T. implizierte. Willow & Tara sind lesbisch, Frey und Vesta auch (wenngleich Vesta auch bisexuelle Neigungen bekundet hat) und das sollen sie verdammt nochmal sein, ebenso wie andere Paare hetero sind, und damit ist das anders sein, im Konkreten „homosexuell sein“ ein Teil der Figuren und somit jede Entwicklung auch im Hinblick darauf beschlossene Sache ohne, dass ich je großartig Lob und Preis eingefahren hätte und dann doch tue, was mir beliebt, sondern weil ich es für das grundsätzlich richtige halte.
Und entsprechend in der Geschichte sich wiederfindend ist Verantwortung ein Thema, denn die Figuren werden herrausfinden, dass sie einen wesentlichen Anteil der Verantwortung tragen.
Besonders Faith. Aber man wird sehen und schon recht bald, da ich eine Teil-Auflösung bereits in Episode 2.4 bringen werde.
Doch was ist das Richtige?
Im Hinblick auf die Entwicklung kann ich nur sagen: besagte Paare werden nicht sterben, Tara wurde allerdings auch in WW erschossen (und im Grunde Willow auch – womit die magische Kugel, keine ist..die Kugel prallt, bei Austritt nunmal auf das nächste Hindernis), wenngleich der Hintergrund ein anderer gewesen ist und eine Notwendigkeit für IHRE Figur und für Willows Figur gewesen ist… es trug also zur Charakterentwicklung von Tara bei bzw. wäre, wenn es denn endgültig gewesen wäre, im Hinblick auf ihre Figur und nicht andere Figuren geschehen. Wenn also jemand von den wichtigten Personen, welche mit einem ausreichenden Hintergrund ausgestattet wurden, sprich sie eine Persönlichkeit sind (sogenannte „echte“ Figuren) stirbt in Wiccan Ways, dann hat es primär etwas mit der Figur zu tun, nicht mit dem Umfeld – dies soll stets nur ein Nebeneffekt sein, denn wenn man „echte“ Figuren schafft, dann muss man mit ihnen auch auf einer entsprechenden Ebene umgehen. Wenn eine Figur nur dazu da ist zu sterben, dann wird diese nie eine herausragende Person sein.
Wie geht es mit Willow und Tara weiter? Der Tod ist in WW nicht endgültig, denn, entgegen der Meinung, der Tod sei die einzige Konstante im Universum, sehe ich das nicht so, denn ohne Leben gibt es keinen Tod.
Es geht also noch weiter mit dem Paar und die Wiccan Ways Lösung wird ein lachendes und ein weinendes Auge mit sich bringen.
Und Frey und Vesta? Die andere feste Größe, die nun unverrückbar als zweites (lesbisches) Paar dasteht. Sie werden ihr Schicksal erfüllen und was darüberhinaus das „Leben“ für sie bereithält, das mag sich ein jeder selbst denken… da ist mir ein offenes Ende doch lieber, weil sich jeder selbst etwas ausdenken kann.
Angedacht ist auch eine Doppelepisode, die in eine Art Spiegeluniversum spielen sollen, einem, ja gab es schon, „Nazi“-Universum, indem diese durch eine besondere Art von Vampiren dargestellt werden. Ob und wie es genau dazu kommen wird, kann ich nicht sagen, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, da diese Vampire und die derzeitige Bedrohung durch die sogenannten Wraith…

Ich hoffe diese Themen bearbeiten zu können in Zukunft.
Ein Thema steht allerdings so fest wie das Amen in der Kirche:

Das wird eine der interessantesten Konfrontationen….
PS: die in letzte Zeit wenig aktive Frey wird demnächst wieder auftreten, keine Sorge.
09.23.08
Episode 2.03 – Ripper
Es ist soweit – und lange her, dass ich hier was geschrieben habe, aber nun ist Wiccan Ways Episode 2.03 – Ripper online gegangen.
Am Titel erkennt man mehr als deutlich worum es geht; um den bekanntesten Serienkiller aller Zeiten..und um Giles; die Protagonistin über lange Strecken ist (die kaum beachtete) Kennedy.
Während Willow Besuch von einem Inquisitor bekommt…