12.03.09

Wiccan Ways und Sex – die Willow & Tara – Konzeption

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , um 12:09 von jack1603

Nun, es mag für sie vielleicht ein wenig überraschen, wenn jemand über ein Thema schreibt, der von Sex in seiner praktikumsorientierten Umsetzung in etwa so viel Ahnung hat wie ein Elektriker von den Wasserleitungen.

Soviel zu meinem Outing, aber darum gehts nicht, wenngleich es ein nicht unwesentlicher Bestandteil ist, da über etwas zu schreiben, über das man im Grunde nur bedingt Ahnung hat, schwierig zu sein scheint (erst recht wenn die sexuell untereinander aktiven Figuren seiner Geschichten vorallem Frauen sind). Andererseits hat man einen, nun ich möchte einmal sagen, besonderen Blick auf genau jenes Treiben, welches Sinn und Zweck all unseres Seins im Grunde ist. Doch beginnen wir beim religiösen Inhalt, denn dieser ist in Wiccan Ways fest verwurzelt.

In den meisten Relgionen wird das Hiersein auf Erden eher als Last empfunden, egal ob in den großen monotheistischen Religionen wie dem Christentum, dem Islam oder Judentum (sein wir mal ehrlich) oder auch dem Buddhismus (sorry liebe Buddhisten) – die meisten Religionen hoffen auf die Herrlichkeit und die Erfüllung des Lebens im Jenseits, wobei letzteres eher ein Witz ist, denn nach dem Leben hat man nix mehr davon, trotzdem erscheint das Leben auf Erden eher Last zu sein.
Übrigens etwas, dass man in Whedons Fortsetzung (von Staffel 6 zu reden ist mir nunmehr eher zu blöde), dies sogar jenen angedeiht, die im OT als „Wicca“ bezeichnet werden, denn Tara wäre demnach ja im Himmel gelandet, nachdem sie gestorben ist, was von jenen sogar und irgendwo verständlich schon bald als Affront betrachtet wird, würde es bedeuten, dass sie Anhänger jener Religion auch irgendwo sind und somit eigentlich nicht dort oben landen oder irgendwo sonst. Zugegeben, die Religionsfrage wurde nie wirklich angepackt, aber durch einige auch wenig zweideutige Ansagen, dann doch auf die monotheistisch „verbriefte“ Version eines Himmelsreiches für die Toten reduziert, wähnte sich Buffy selbst doch rückblickend im Himmel – anders ausgedrückt: irgendwo geht man dann doch wieder auf die etablierten Ansichten der Hegemnialreligionen ein.

Und bevor da wieder irgendeine Lusche dazwischen blökt, lasse man den Onkel bitte ausreden.

Was man gerne übersieht und das vorallem mit den „westlichen“ Religionen in Übereinstimmung zu stehen scheint ist der Umstand, dass Sex in BtVS seltsamerweise „bestraft“ wird, egal ob man nun hetero oder homo ist – Angel wurde böse, Oz geht (nachdem er offensichtlich mit Willow… dingens), Tara bekommt unfreiwillig den Passiergschein für das Himmelstor, um nur ein paar Beispiele zu nennen, womit der Sex als solcher alles in allem irgendwie schlecht wegkommt, denn am Ende tritt dann der Autor erbarmungslos zu.
Denn sein wir ehrlich, wenn man die Dinge mal so betrachtet, dann kommt man um diese mögliche Interpretation der Serie leider auch nicht herum, das muss man genauso aktzeptieren wie dem Umstand, dass Whedon eine 8te Staffel in Comicformat macht, ob das einem gefällt oder nicht. Das zum Thema Meinungsfreiheit…

Und so will ich hier eigentlich erörtern, dass Wiccan Ways versucht dies anders anzugehen… und damit komme ich auf das eigentliche Thema im Titel dieses Artikels zu sprechen, der Rest war mehr ne Einführung:
Zitat von Wikipedia- „Im Gegensatz zu manchen großen Weltreligionen (z. B. Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus), die das eigentliche Heil eher im Jenseits suchen und die materielle Welt als unrein oder leidvoll betrachten, ist Wicca eine freudvolle, lustbetonte und dieseitsbejahende Religion, die den Körper nicht als ein zu überwindendes Übel ansieht und Körperlichkeit und Natur auch nicht als sündhaft, sondern als im höchsten Maße heilig erachtet.“

Und was bedeutet das für Wiccan Ways? Nun, dass Sex in Wiccan Ways anders angelegt ist, sprich als wichtiger Bestandteil der Serie, nicht um des Sex einfach nur als Akt willen, sondern u.a. mit einem transzendentalen Hintergrund.
Blicken wir zurück: Nackt erscheinen die Figuren gerne mal in der Serie, ob im Piloten oder in späteren Episoden, oder haben ziemlich unverblümt Sex. Sehr interessant die Sache zwischen Frey und Lisa, da Lisa Frey dazu auffordert während des Sex über ihre Gefühle für Vesta zu sprechen…hier erfüllt Sex beispielsweise keinen Selbstzweck, sondern dient der Selbsterkenntnis; während an anderer Stelle sogar der Höhepunkt mit jemandem „geteilt“ wird, auch wenn sich beide Personen meilenweit von einander entfernt aufhalten.

Dawn und Gabriel tendieren eher zu einer, nun ich möchte sagen, eher animalischen Variante, welche ihrer Symbolik als Katze (Dawn, da Jägerinnen-Abstammung) und Wolf (also hundeartig, da die Allerersten eher als Wölfe im positiven Sinne zu sehen sind) Rechnung trägt, also Kampf, Eroberung, aber auch Vereinigung der Gegensätze darstellt, nur im Gegensatz zu Buffy und Angel nicht negativ endet oder gar in versuchter Vergewaltigung enden wird wie zwischen Buffy und Spike…
Diese beiden sind so wie vieles in Wiccan Ways im Grunde zwei Seiten derselben Medaillie und somit Dualität als Einheit zu erkennen sein soll (wers nicht versteht, der lese einfach nochmal von vorne).

Grundsätzlich: dies soll nicht die Serie selbst erklären, liegt es doch ziemlich offen im geschiebenen Worte der Episoden, bestenfalls eine Zusammenfassung dessen sein, was jener erkennt, der über einen lose mit dem Herzen verwachsenen Kopfes verfügt. An anderer Stelle eine Gedankenstütze für mich selbst. Nichts verabscheue ich mehr in der Fiktion, als wenn man etwas außerhalb der eigentlichen Geschichte inhaltich erklärt – das muss da selbst drin stehen oder zumindest erkennbar symbolisch verhaftet sein.

Und daher hier im Grunde nur eigene Gedanken um die Kurve zum Titel des Artikels endlich zu kriegen, denn letztlich hilft das hier schreiben, sehr beim Ordnen der Gedanken, so wie ein Selbstgespräch den eigenen Gedankengang zu unterstützen in der Lage ist.

Sex zwischen Willow und Tara ist in Wiccan Ways, und wer in Zukunft aufmerksam weiterliest, wird das mehr oder weniger klar verdeutlich bekommen, nicht nur Betonung der Körperlichkeit.
Wie Wicca nun Körperlichkeit als heilig (!!) erachten, wird, wer bisher gelesen hat, bemerkt haben, dass Tara nach ihrer „Wiedergeburt, also dem Tod ihres Körpers, welchen sie sich allerdings als Teil ihres Wesens gleichsam wieder einverleibte und mit dem vereint was sie darin, also in dieser Hülle ist, zu einem „höheren“, neuen Wesen (ich weß nicht wie ich es sonst ausdrücken soll) wird, sich trotzdem die körperliche Gestalt eines Menschen erhielt bzw. diesen reproduziert, wenn man so will, und das Erleben des Seins in menschlicher Gestalt vorzieht.
Sie erfährt kein Heil ihrer selbst, indem sie eine „Göttin“ oder gottgleiches Wesen ist, sonderm indem das Göttliche menschlich ist – Willow ist der Gegenpol, was in der demnächst online gehenden Episode eindeutig gesagt wird, nämlich ein Mensch, der nach Göttlichkeit strebt. Beides kann nur miteinander und nicht einzeln funktionieren, da die Waagschale sonst nicht im Gleichgewicht ist. Womit, nebenbei bemerkt, eine Erhöhung von Willow zur „Göttin“ in Season 7 ein Witz ist, denn damit landet sie dort wo sie eine Staffel zuvor schonmal war – was ihr fehlt ein echtes Gegenstück.
In der griechischen Mythologie waren die Menschen einst Kugeln, mit zwei Gesichtern, bis Zeus sauer wurde, da diese Übermenschen drohten, die Götter zu stürtzen, und sie in zwei Hälften hieb. Nun, den Rest und worauf ich hinaus will kann man sich denken, oder?

Somit erfahren Willow & Tara, auch wenn sie sich dem bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst sind, es aber noch werden (somit gehört dies in die Kategorie SPOILER!), Transzendenz auch durch ihre Sexualität – und damit meine ich nicht das vorzeitige ins Gras beißen müssen, sondern den Akt als solchen im fiktionalen hier und jetzt und was beide Figuren damit werden. Dies wird (garantiert) in zukünftigen Episoden mehr und mehr deutlich werden. Durch Sex kommen sie dem näher was wir göttlich nennen und gleichermaßen dem, was wir menschlich heißen….
Göttlichkeit und Menschlichkeitm, Erlangung von Transzendenz durch die Bejaung und die Positivierung des Lebens, der Körperlichkeit und durch Sex.

Noch ein Wort zum Thema Prädestination, also Vorherbestimmung: Wicca glauben nicht an soetwas, womit Wiccan Ways mit dem „destiny“ im Zusatz zum Hauptsachtitel dem Vorbilde des Wicca widersprüchlich zu sein scheint. Man vergesse aber nicht das „chosen“ davor…. a chosen destiny.
Ebenso Determinierung (dass zukünftige Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind) – ist zwar Thema, aber durch eine noch kommende, ich habe es durch die Episode „Hunter in the time“ angedeutet“, sowohl der vorhanden Prädestination, als auch dem Determinismus widersprechen wird oder anders augedrückt. Die Gegenwart wird ihr eigenes Schicksal erfüllen, wenn eine Person bereits dazu ist, das richtige in der Vergangenheit zu tun… somit steht das Handeln in der Gegenwart im Mittelpunkt, Vergangenheit ist wichtig und was im Folge einer Kausalkette zur Gegenwart führte, Zukunft ist ebenso wichtig, da es um die Erfüllung eines Schicksals geht, das man erwählt hat – aber um die Vergangenheit überhaupt zu bewahrheiten und die Zukunft in Wiccan Ways zu retten ist Handeln aus der Gegenwart heraus notwendig, indem sich Vergangenheit und Zukunft einen, über eine Entscheidung in der Gegenwart durch jemanden, der in der Gegenwart lebt.
Und damit erhält jemand die größte Verantwortung von allem, dem man dies nicht zutrauen dürfte…

Und wer einigermaßen mitgelesen hat, der wird, sofern er nicht spätestens in einer der kommenden Episoden darauf hingewiesen, durch ein bisschen Grübeln begreifen können worauf das hier hinauslaufen soll.

…bis neulich.

11.27.09

Willow & Tara …zuletzt sie ruht im Schutz der Sterne Zelt

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , , um 1:43 von jack1603

Man mag das folgende als überspannte Phantasie eines Schreiberlings halten oder aber für etwas anderes…

„Da nahm Levi das Wort und sprach zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, du bist von jeher aufbrausend. Und jetzt sehe ich, wie du dich gegen diese Frau groß machst, als hättest du einen Rechtsgegner. Wenn aber der Retter sie für Wert genug hielt- wer bist dann du, dass du sie verwürfest? Sicherlich kennt der Retter sie ganz genau. Und deshalb hat er sie auch mehr als uns geliebt.“ – so steht es im apokryphen Evangelium der Maria Magdalena.

Nun, über Dan Browns Interpretation von DaVincis letzten Abendmahl kann man viel spekulieren, aber beim Sehen der Verflimung (ich habe das Buch nur im Nachhinein gelesen) war es etwas, nennen wir es Glück oder Zufall, der mir in die Hände spielte und mich etwas für Wiccan Ways zu überdenken gab. Doch was war es…
Es war ein Bild und ich meine nicht Das letzte Abendmahl – dies und das neu verfasste Gedicht, welches im Film ganz anders ist, als im Buch, führten mich zu einer, sagen wir überrraschenden Neuinterpretation oder besser, einer Ergänzung dessen was ich lange zuvor schon festgelegt hatte. Das nachfolgende hat entsprechend Auswirkungen auf Wiccan Ways und wer zu sehen bereit ist, der möge sehen. Aber Vorsicht! SPOILER!!!

U.a. hat dies mit meiner Theorie über Tara, richtig oder falsch hin oder her, definitiv zu lang um hier präsentiert zu werde, zu tun, welche sich auf die Aussagen in BtVS stützt, die über Tara gemacht wurde und sie allein nur im Kontext diverser Aussagen in BtVS als etwas gänzlich anderes erscheinen lässt.
Wohl aber vorallem mit jener Szene, in der Willow und Tara auf dem Dach liegen und gemeinsam die Sterne betrachten ist hier von Bedeutung unter der Prämisse, dass Tara doch kein einfacher Mensch ist, wie Glory sagte – schließlich irrte sie auch in Bezug auf einen anderen Körper: Buffys Kopie, denn wie sagte Spike über Tara, als er sie schlug? „Da ist kein Dämon drin.“ – Und was ist dann da drin? Bedenkt man, dass Spike Dämonen schlagen kann, das war die erste Aussage, als er feststellte, dass dies ihm keinen Schmerz zufügte und ein gewisser Herr sehr penibel auf die Sätze achtete und überdies sogar selbst die Episode schrieb, die ich als einzig echte Tara-Episode bezeichnen möchte, nämlich „Family“, kommt man zumindest in Grübeln, ob der Buffy-Erfinder nicht doch mehr in seiner Figur sah oder aber er schlichtweg den Weg übersah, den er und seine Leute bereitet hatten.
Was der Mensch nicht direkt sieht, das existiert nicht.

Wir erinnern uns:
„They made me feel like..I was in space. Part of the stars.“ Willow

Eine jener Szenen, die von einer bestimmten Warte aus betrachtet eine Bedeutung haben, die sich mir erst im Laufe der Jahre erschloss. Nämlich als ich Da Vinci Code im Kino sah, wenngleich die Idee, wer und was Willow & Tara sind bereits vorher aufkeimte. Oder anders ausgedrückt: die grundsätzliche Idee von Willow und Tara in Wiccan Ways wurde durch ein paar Fragmente aus Da Vinci Code noch verfeinert.

Es war dieses Bild in Sir Leigh Teabings Arbeitszimmer, das ganz kurz nur in der Szene zu sehen ist, welches mich dazu verleitete, die These aus Da Vinci Code zu adaptieren. Das erste was ich sah war eine Frau, die jemandem doch recht verblüffend ähnlich sah (und ich habe keine Ahnung, ob dieses Portrait existiert, noch von wem es stammt oder wen es darstellt….)

Willows Satz, dass sie sich vorstellte ein Teil der Sterne zu sein und der Umstand, dass Tara in Sanskrit „Stern“ bedeutet, führte mit der zusätzlichen Übersetzung des Namens „Retterin, Beschützerin“ mich zu dem Gedicht aus Da Vinci Code:

„Der heilige Gral zu Rosslyn liegt versteckt.
Von Kelch und Speer das Tor ist wohl bedeckt.
Als Schmuck der Meister Kunst ihr beigestellt.
Zuletzt sie ruht im Schutz der Sterne Zelt.“

Rosslyn wurde als Rosenlinie von Langdon gedeutet und somit der Verweis auf Maria von Magdala (Maria Magdalena) gemacht.
Nun kam mir die Aussage Jesus in den Sinn: „Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen…“ Ein Satz der in Da Vinci Code blöderweise nicht reinpassen will, aber in Wiccan Ways, denn vielleicht ist Fels im Sinne von Petrus (Stein) verkehrt, sondern mehr im Sinne von Berg zu verstehen.
Rosenlinie – Berg …im Schutz der Sterne Zelt. Tara – Stern – Beschützerin.
Hinweis verstanden? Oder zumindest eine Ahnung? Wenn nicht, der kommt um die dicken Spoiler nicht drumrum oder muss sich gedulden.

SPOILER – SPOILER – SPOILER – SPOILER – SPOILER
In Wiccan Ways gehört die Gralssuche ebenso dazu und der Gral ist, anders als in Da VInci Code nicht die tote Maria Magdalena, sondern eine wiedergeborene Version dieser, die wohl auf und lebendig ist: Willow ist dieser Gral.
Kelch und Speer sind wie der Davidstern zu betrachten und Willow ist Jüdin, während der Meister Kunst in ihrem Zimmer zu finden ist, dass sie bewohnt, während sie bei den Messengern ist.
Beschützt von einem Stern, der ihr anderes Ich, oder besser ihre andere Hälfte ist, Tara, der Retterin, Beschützerin, dem Stern (und den Davidstern symbolisch hinzunehmend können wir sogar vom Plural sprechen).

Dies geht aber noch weiter und führt uns zum Schicksal der beiden; Willow stellte sich vor, ein Teil der Sterne zu sein bzw. gewesen zu sein. Wie man alsbald herausfinden wird ist die Herkunft der beiden Liebenden genauso entstanden; nämlich u.a. aus zwei Sternen – „Sie ist ich“ war Buffys Aussage über Dawn; nun dies gilt in unserem Falle auch für Willow und Tara
Und das ist auch genau der Punkt zu dem sie wieder zurückkehren werden… um ein Teil der Sterne zu sein.

Letztlich lässt sich sagen: wenn man sich darauf einlässt, kann man weit mehr aus den beiden Figuren machen, wenn man dazu gewillt ist. Neue Perspektiven, neue Möglichkeiten der Existenz – darum geht es in Wiccan Ways. Mehr in sich zu sehen und zu machen, wenn man bereit ist dazu.

11.26.09

Charaktere, Charaktere und kein Ende

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , , um 10:50 von jack1603

Wiccan Ways quillt geradezu über mit Charakteren, die eine mehr oder weniger große Bedeutung haben, manchmal auch nur kurzfristig anwesend sind, aber die Geschichte beleben sollen.

Tatsächlich begegnet man in seinem eigenen Leben einer Vielzahl von Personen, die alle das eigene Leben beeinflussen, warum sollte Wiccan Ways da anders sein.
Davon abgesehen gibt es in jeder Episode einer Serie neue Figuren zu entdecken, da ein Kammerspiel eher selten ist und so werden hier nun ein paar Cast-Zuwächse behandelt, die demnächst und sei es nur für eine Episode oder am Rande auftauchen, die aber, so will es das Schreiberhirn, da es visuell veranlagt ist, auch ein Gesicht brauchen.

Zunächst einmal ein Cast-Neuzugang, der im Zuge ihrer letzten Aktivitäten die undankbaren Rollen der toughen, wilden, aber letztlich dann toten Kämpferlady zugeschanzt wurde – und weil Michelle Rodriguez selbst sage, sie käme immer wieder, egal wie oft man sie sterben ließe, soll sie nun einer neuen Figur ihr Gesicht leihen…und diese bleib leben, damit das klar ist. (Heimlicher Rodriguez-Fan ist.)
Doch welche Rolle könnte sie spielen? Schon vor einiger Zeit grübelte ich über die Figur nach, welche eine Art „Weiser“ darstellen sollte – also diesem archetypischen alten Mann, der dem Protagonisten geistiges, wissensreiches Geleit gibt. Heraus kam ein Bild, dass dem Archetyp letztlich widerspricht und doch Elemente davon enthält. Und Namensgebung ist bei weitem nicht so leicht, wie man denken mag. Und so verbleibe ich bei dem Namen Lupe – gesprochen „LOO peh“, was soviel wie Tal der Wölfe bedeutet.
So entstand die Figur, die ich nun vorstellen möchte:

Lupe

Lupe ist ein Realmswalker (abgeleitet von Planeswalker, für die Kenner eines bestimmten Kartenspiels), d.h. sie kann an jeden beliebigen Ort wandern, sofern es zwischen diesen Verbindungen gibt, welche sie als Crossroads bezeichnet. Als Realmswalker blickt sie auf ein sehr langes Leben zurück, wie lange, darüber schweigt sie sich aus (welche Frau verrät schon gerne ihr Alter); vom Typ her ist sie herzlich, offen, aber, sobald es „zur Sache“ geht und damit sind keine ungelenk sexuell motivierten Aktivitäten gemeint, nicht nur, bricht ihre Kämpfernatur hervor, die dies jedoch mehr mit Spaß nimmt, den mit verbissenem Ernst, die selbst Faith eher wie einen kalkulierenden General im Felde aussehen lässt.
Trotzdem zieht es sie dann doch meist zu Muse, in Form von selbst komponierten Stücken für ihre Gitarre, und einem gut gepflegten Garten – Im Zuge der Entwicklungen der zweiten Staffel wird man ihre Fähigkeit als Weltenwanderin noch zu schätzen wissen… womit Lupe wohl eine feste Größe in Wiccan Ways werden könnte.

Fiese Gestalten …oder doch nicht?
Ich hatte sie mal angesprochen, die Götter der „Unterwelt“, jene, die dereinst Glory aus dem Weg räumten, nun bekommen sie ein Gesicht, zumindest einer, der andere ist besetzungstechnisch noch ein Rätsel, allerdings dürften die Namen nicht unbekannt sein, denn entstammen sie doch den Werken von Dumas (bzw. der Historie) und Arthur Conan Doyles. Dies verweist einerseits auf frühere Artikel „Wenn Welten aufeinander treffen“, aber sie stehen auch in gewisserweise sinnbildlich für Figuren, welche völlig neu zu erfinden Fehl am Platze wäre:

Kardinal Richelieu

Noch steht aus, wer sein Gesicht herhalten muss, denn im Laufe der Zeit wurde er doch von vielen gespielt und trotzdem war Dumas Version des Kirchen- und Staatsmannes aus Frankeich weiter von der Wahrheit entfernt als die Zeitungsromane des Romanciers oder Hollywood das Bild eines ruchelosen Kardinals in die Hirne der Menschheit gebrannt haben. Oder anders ausgedrückt: Armand-Jean du Plessis, duc de Richelieu war bekannt für sein Motto „der Zweck heiligt die Mittel“, aber nunmal nicht der rabenschwarze Teufel schlechthin, allerdings wusste er seinen Einfluss zu nutzen und ein Frankreich nach seinem Ideal zu formen. Man munkelt, in seinem Nachlass seien auch okkulte Werke gewesen – eine Bestätigung habe ich aber nie finden können, wenngleich einem Kirchenmann, der an Syphilis starb alles zuzutrauen sei.

Professor James Moriarty

Eine besseren als Gabriel Byrne für die Rolle von Sherlock Holmes Erzfeind, habe ich nie gesehen – oder anders: es wäre ein perfekte Besetzung. Der geniale „Napoleon“ des Verbrechens, welcher bei den Reichenbergfällen starb, gehört zum inneren Kreis der Unterweltsgötter.
Dabei dürfte sich Moriarty als Gentleman erweisen und nicht als 08/15-Fiesling, der seine Opfer vielleicht auch schonmal mit Tee und Gebäck bewirtet, eher er sie verschwinden lässt.
(Dass die Götter der Unterwelt in diesen Rollen erscheinen hat den Vorteil, dass man gewisse Eigenschaften dieser Figuren praktisch als Sinnbilder für die achso finsteren Gestalten hat, wenngleich diese auch nur zu einem System des Ausgleichs gehören, das versucht selbst das Chaos zu regeln…)

Milady de Winter

Kein Gott, aber wie immer die rechte Hand von Richelieu, ist Milady de Winter, welche mir eher zufällig in Gestalt von Emmanuelle Beart sehr positiv auffiel – zwar ist der französische Fernsehfilm kein Glanzstück, Beart als Milady aber, obschon die Bösewichtin, die eigentliche Heldin des Filmes, da sie die eher glanzlosen Helden locker gegen die Wand spielt, zumindest ist ihre Präsenz die eigentlich überragende.
Und im Zuge des verwendeten Vin d’Anjou in Wiccan Ways, war ihr Auftreten nur eine Frage der Zeit, war der Wein doch ein vergiftetes Geschank von Milady an D’Artagnan (Und ich muss immer nachschauen wie man das schreibt…). Zudem enhält Wiccan Ways ein paar Anspielungen auf Arturo Perez-Revertes Roman „Der Club Dumas“, besser bekannt als Film unter dem Titel „Die neun Pforten“.

Und ein anderer Wegbegleiter, der wohl noch auftreten wird…

H.P. Lovecraft

Howard Phillps Lovecraft gehört heute zu den wohl herausragensten Schriftstellern im Horrorgenre neben Edgar Allan Poe. Seine Geschichten, die stets in Magazinen u.a. Weird Tales, veröffentlicht wurden, beschreiben u.a. den berühmten, lose auf Verwendung in den nicht zusammenhängenden Stories Cthulhu-Mythos. Anders als andere Schriftsteller, führte Lovecraft seine Figuren nie zurück ins Licht, sondern ließ das Grauen noch über den Rand des Endes hinausschwappen. Er war der Auffassung, dass die Menschheit bei weitem nicht den Stellenwert im Kosmos inne hat, wie sich diese selbst gerne sah – im Gegenteil. Zudem war Lovecraft ein Xenophob, der Menschen andere Herkunft als nieder empfunden hat (u.a. ein Ergebnis seiner Selbststudien, da er selbst sich mehr beibrachte, als die Schule, in der er als verhaltensauffällig galt, um es euphemistisch auszudrücken und z.B. seiner verzweifelten Jobsuche in New York, welche sich als schwer gestaltete, da die Flut an Einwanderern zu jener Zeit für schlechte Arbeitsbedingungen sorgte), seine Korrespondenz und Essays sind rassistisch geprägt und er selbst betrachtete die „angelsächsische Rasse“ als überlegen empfand, wogegen allerdings seine Verbindung zu der jüdischen Ukrainerin und seine Bekanntschaften, zu denen nicht nur europäische Einwanderer, sondern auch Schwarze zählten, dem geschriebenen im krassen Widerspruch stehen. Wohl erst in seinen letzten Lebens- und Schaffensjahren wandelte sich diese Einstellung, waren seine Spätwerke doch weitesgehend frei von Rassismus. Es ist heikel eine solche Figur mit aufzunehmen, trotzdem oder vielleicht gerade deshalb spannend und zudem muss man bei aller negativen Sicht auf ihn, wenngleich Lovecraft in einer Zeit lebte, in der Rassismus noch weitaus gesellschaftsfähiger war (sprich „normal“), die nicht zu leugnen ist, trotzdem herausstellen, dass seine Geschichten dichter sind, wie kaum andere Horrorgeschichten.
Wolfgang Hohlbein, Autor der diverser Fantasygeschichten und der Hexer-Romane, nahm Lovecraft als eigene Figur in den Hexer-Zyklus auf – dies war sozusagen meine erste Begegnung mit den großen Alten, jenen dunkelen außerirdischen Wesenheiten, die als Götter verehrt wurden und von denen Cthulhu der wohl berühmteste ist. Die zweite Begegnung hatte ich ob eines schwachen Interesses zumindest einmal in jene Werke reinzulesen… statt dessen fand ich zwei Hörbücher in der Bibliothek und „hörte“ nun also hinein.
Seitdem sammle ich die von LPL-Records umgesetzten Hörbuch-Adaptionen von H.P. Lovecrafts Werken, die von Joachim Kerzel (Stimme von Jack Nickolson), Lutz Riedel (Sprecher für Tymothy Dalton) und nun seit Längerem von David Nathan (er spricht u.a. Johnny Depp, Christian Bale und James Marsters als Spike in BtVS) gelesen werden.
In diesem Sinne muss ich einmal Werbung machen für diese Reihe – nicht alle Werke sind ein Knüller, aber die Vertonung entschädigt die wenigen schwachen Geschichten und die zumeist wirklich tollen Horrorstories.

Daher zumindest der Hinweis auf die Homepage von LPL (Lars Peter Lueg, der Verlagsinnhaber)-Records
Im Videoarchiv muss ich euch auch das Interview mit David Nathan ans Herz legen, auch wenn es schon etwas älter ist, aber es ist zu schön wenn man „Spike“ berlinert. Es ist das zweite Video von unten: „TV-Auftritt vom 08.12.2004″

…wird fortgesetzt.

11.20.09

Wiccan Ways – „Message“ und wie es weitergeht

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert, Wiccan Ways tagged , , um 11:12 von jack1603

Nunja, Message ist nicht gerade der Begriff der Wahl, Botschaft liegt mir eigentlich näher, aber worum gehts in Wiccan Ways eigentlich?

Grundsätzlich um etwas, das in der letzten Episode von Star Trek The Next Generation Thema war: Die Möglichkeiten der Existenz.
Letztlich der Grund warum in der Story auch auf dem Buffyverse und meiner Alternative und der ewige Frage, ob Buffy wieder hätte zum Leben erweckt werden sollen und wie es sich mit Taras Weiterexistenz in der Version und dies eine wichtigen Teil im Leben der anderen Figuren darstellt.

Beginnen wir, indem wir das Pferd ein wenig von hinten aufzäumen, nämlich einer möglichen Episode in der Zukunft, in der Faith im Mittelpunkt stehen soll, welche mit heute einfiel.
Faith ist in Wiccan Ways, wie sich herausgestellt hat, Taras Schwester (warum sie weggegeben wurde von der Familie und so fort wird irgendwann auch aufgeklärt und im Gegensatz zu Mutant Enemy war Taras Erscheinen für Willow weitaus entscheidender, aber das liegt daran, dass beide eine Geschichte haben von sie und sie als Leser, noch nichts ahnen….).
Deswegen dachte ich an eine Episode, die mehrere Zeitabschnitte und Dimensionen überschneidet und der derzeitige „working title“ dafür lautet „Hunter in the Time“, eine Reminiszenz an H.P. Lovecrafts „Hunter in the dark“. Zur Erklärung, der Horrorautor, welcher Cthulhu-Mythos schuf lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts (näheres zu seiner Person in eine späteren Artikel), war allerdings xenophob, also ein Mensch mit Fremdenangst bzw. Fremdenfeindlichkeit – eine Anlehnung an einen Fremdenhasser? In dieser Geschichte? Letztlich ein Hinweis, dass Wiccan Ways eine Botschaft hat, nämlich die, das Fremde und andersartige nicht zu fürchten. (Anm. Lovecraft wird irgendwann höchstselbst auftreten und trotz der rassistischen Untertöne in vielen seiner Geschichten, sind diese wohl mit das Beste auf dem Horro-Sektor).

In der besagten Episode soll, so angedacht, Faith von zwei jungen Frauen aus der Zukunft rekrutiert werden, um Fehler in der Vergangenheit bzw. in der alternativen Version zum WW-Universum, also dem Buffyverse auszubügeln – soweit die erste Überlegung, die sich allerdings als etwas anderes entpuppen wird, denn Faith wird den Trip nicht nur einmal machen. Dies ist angelehnt an eine Geschichte von Pierre Christin & Jean-Claude Mézières aus der Reihe Valerian und Veronique (Org. Valerien et Laureline), nämlich dem Band „Trügerische Welten“.

Die Valerian und Veronique Story dreht sich um zwei Zeitagenten aus der Zukunft, die u.a. versuchen im Namen der Erde gewisse Geschehnisse in der Vergangenheit zu berichtigen.
In der WW-Episode sollen dies die beiden Nachkommen von WW-Charakteren sein, nämlich einerseits Faiths Tochter und einer detr Töchter von Williow & Tara. Womit ich schon etwas vorwegnehme, allein das Ergebniss kann man ggf. sogar enthüllen, wichtiger ist die Reise dahin. Faith wird mit dem Tod ihrer Schwester im Buffyverse konfrontiert; zwar ist hier auch wieder das Thema Tara zu finden, allerdings geht es um die Auswirkungen auf Faith, die bis dato keine richtige Familie hat.

Womit wir bei einem wichtigen Thema von Wiccan Ways wären: Familie.
Denn die Figuren sollen sich als solche sehen und zusammenraufen, es geht darum die Familie am laufen zu halten. Wie sagte Buffy „We are family.“ Rückblickend auf das Buffyverse ist dieser Zeile auch schon trügerisch und die Anlehnung an „Trügerische Welten“ ein Wink zum Thema des letzten Artikels. Allerdings halte ich es tatsächlich mit dem Babylon-5-Erfinder Straczinsky und werde, wenn Spoiler erwähnt sind, den Leser nicht anlügen.
Es ist durchaus möglich, dass angekündigte Storyplots wegfallen können, aber das soll grundsätzlich keinen Einfluss auf die Figurenkonstellation haben, was uns zum Thema der Verantwort bringt, denn, ein Aspekt, den Robert A. Black in seinen Essays erwähnt ist der, dass eine Geschichte einer breiten Gesellschaft zuzuteilen, auch Verantwortung mit sich bringt, da das Mitteilen von Information jeglicher Art moralische und ethische Implikationen mit sich bringt. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich perfekt bin, aber ein verantwortunsgvoller Umgang birgt z.B. die Frage, die man sich stellen muss:
Kann ich das so machen?
Und diese Frage begleitet mich seit Jahren. Auch wenn man sagen mag „Man, wieso geistert dem das immer noch durch den Kopf?“ – Ganz einfach „Wiccan Ways“ ist noch nicht abgeschlossen und, selbst wenn ich einmal wieder BtVS sehen werden sollte, würde dies dazu führen, dass ich unweigerlich daran erinnert werde.

Nun, also Existenz wurde erwähnt als Thema – dies bezieht sich auf die Möglichkeiten der Existenz und dahingehend ist der Widerstreit zwischen dem Buffyverse und dem WW-Verse ein wichtiger Bestandteil, da in Wiccan Ways völlig andere Wege beschritten werden, was die Bedeutung der Figuren angeht.
Willow ist sicherlich auf Seiten der Schurken derzeit, allerdings wird sich ihre Figur zu etwas weit größerem Entwickeln. Man denke nur an die ominösen Schriftrollen bzw. Willows eigenes Buch der Schatten, dies wird in Teilschritten in etwas gipfeln, dass ihre Person und damit auch Taras (und auch Dawns, sowie anderer Figuren) in ganz anderem Licht dastehen lässt.
Und Tara? Eigentlich genug über sie gesagt zu haben, wäre ein Statement derzeit, es sei nur nochmals anzumerken, dass sie das Göttliche repräsentiert.
Dawns Entwicklung geht von der Schwester zu der Frage was mit Buffys Ausspruch „She is me“ gemeint ist und wie sie ihre Zukunft lösen wird – die Wahl, die sie natürlich nicht hat, denn bin ich selbst jener Mann hinter dem Vorhang, der die Strippen in der Hand hält, wird die richtige sein. Nicht unbedingt zu ihrer Freude, sicherlich dramatisch (nicht tragisch im eigentlichen Sinne), aber erschüttern und logisch zugleich. Ich erinnere hier nur an den Arthus-Zyklus.
Und wer ist dafür verantwortlich? Gott, die Götter, das Schicksal oder doch jemand anderer, von dem die Betreffenden nicht gedacht hätten, dass er ihr Schicksal schon geschrieben hat?
Es geht um Existenz.
Es geht um Entscheidung und Schicksal – Wiccan Ways trägt als Untertitel „A chosen destiny“; welch ein Widerspruch. Oder doch nicht? Nun, man wird es bald erfahren.

Es geht aber auch um den Umgang mit der Verantwortung – etwas, das im Hinblick auf gerade genannten Aspekt einen gewichtigen Anteil mit sich bringt.
Und somit auch die Frage, wie Beziehungen gesehen werden.
Man möge mir glauben, dass der ein oder ander bereits auf der Abschussliste stand, allerdings nach kurzem Insichgehen wieder von dieser entfernt wurde; hier ist der Dialog mit den Figuren wichtig. Kurz: wie wichtig ist mir eine Figur.
Wichtig sind mir die zentralen Figuren und Paare UND, dass muss unterstrichen werden, sie sind nicht zufällig teils lesbisch, nicht etwa, weil ich Whedon zeigen will, was ne Harke ist, sondern weil ich es so entschieden habe bzw. die Vorgabe, aus der Wiccan Ways entstand dies auch z.T. implizierte. Willow & Tara sind lesbisch, Frey und Vesta auch (wenngleich Vesta auch bisexuelle Neigungen bekundet hat) und das sollen sie verdammt nochmal sein, ebenso wie andere Paare hetero sind, und damit ist das anders sein, im Konkreten „homosexuell sein“ ein Teil der Figuren und somit jede Entwicklung auch im Hinblick darauf beschlossene Sache ohne, dass ich je großartig Lob und Preis eingefahren hätte und dann doch tue, was mir beliebt, sondern weil ich es für das grundsätzlich richtige halte.
Und entsprechend in der Geschichte sich wiederfindend ist Verantwortung ein Thema, denn die Figuren werden herrausfinden, dass sie einen wesentlichen Anteil der Verantwortung tragen.
Besonders Faith. Aber man wird sehen und schon recht bald, da ich eine Teil-Auflösung bereits in Episode 2.4 bringen werde.

Doch was ist das Richtige?
Im Hinblick auf die Entwicklung kann ich nur sagen: besagte Paare werden nicht sterben, Tara wurde allerdings auch in WW erschossen (und im Grunde Willow auch – womit die magische Kugel, keine ist..die Kugel prallt, bei Austritt nunmal auf das nächste Hindernis), wenngleich der Hintergrund ein anderer gewesen ist und eine Notwendigkeit für IHRE Figur und für Willows Figur gewesen ist… es trug also zur Charakterentwicklung von Tara bei bzw. wäre, wenn es denn endgültig gewesen wäre, im Hinblick auf ihre Figur und nicht andere Figuren geschehen. Wenn also jemand von den wichtigten Personen, welche mit einem ausreichenden Hintergrund ausgestattet wurden, sprich sie eine Persönlichkeit sind (sogenannte „echte“ Figuren) stirbt in Wiccan Ways, dann hat es primär etwas mit der Figur zu tun, nicht mit dem Umfeld – dies soll stets nur ein Nebeneffekt sein, denn wenn man „echte“ Figuren schafft, dann muss man mit ihnen auch auf einer entsprechenden Ebene umgehen. Wenn eine Figur nur dazu da ist zu sterben, dann wird diese nie eine herausragende Person sein.

Wie geht es mit Willow und Tara weiter? Der Tod ist in WW nicht endgültig, denn, entgegen der Meinung, der Tod sei die einzige Konstante im Universum, sehe ich das nicht so, denn ohne Leben gibt es keinen Tod.
Es geht also noch weiter mit dem Paar und die Wiccan Ways Lösung wird ein lachendes und ein weinendes Auge mit sich bringen.
Und Frey und Vesta? Die andere feste Größe, die nun unverrückbar als zweites (lesbisches) Paar dasteht. Sie werden ihr Schicksal erfüllen und was darüberhinaus das „Leben“ für sie bereithält, das mag sich ein jeder selbst denken… da ist mir ein offenes Ende doch lieber, weil sich jeder selbst etwas ausdenken kann.

Angedacht ist auch eine Doppelepisode, die in eine Art Spiegeluniversum spielen sollen, einem, ja gab es schon, „Nazi“-Universum, indem diese durch eine besondere Art von Vampiren dargestellt werden. Ob und wie es genau dazu kommen wird, kann ich nicht sagen, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, da diese Vampire und die derzeitige Bedrohung durch die sogenannten Wraith…

Ich hoffe diese Themen bearbeiten zu können in Zukunft.

Ein Thema steht allerdings so fest wie das Amen in der Kirche:

Das wird eine der interessantesten Konfrontationen….

PS: die in letzte Zeit wenig aktive Frey wird demnächst wieder auftreten, keine Sorge.

09.23.08

Episode 2.03 – Ripper

Veröffentlicht in Wiccan Ways tagged , , , , , , um 9:04 von jack1603

Es ist soweit – und lange her, dass ich hier was geschrieben habe, aber nun ist Wiccan Ways Episode 2.03 – Ripper online gegangen.

Am Titel erkennt man mehr als deutlich worum es geht; um den bekanntesten Serienkiller aller Zeiten..und um Giles; die Protagonistin über lange Strecken ist (die kaum beachtete) Kennedy.
Während Willow Besuch von einem Inquisitor bekommt…